P A E D I A T R I C    U R O L O G Y   T E A M

Austria for Eritrea

ÜBER UNS - KINDERUROLOGIE IN ERITREA, AFRIKA

Das "Projekt Eritrea" wurde 2005 vom Rotary Club Linz Altstadt initiiert und wird in Kooperation mit ARCHEMED Ärzte für Kinder in Not e.V. abgewickelt. Die medizinischen Einsätze, die derzeit zweimal jährlich stattfinden, werden überwiegend von den Rotariern im Rahmen ihres Sozialprojektes finanziert.            

Rotarys Motto lautet: "Service above Self" - Selbstloses Dienen. In diesem Motto findet der humanitäre Geist seinen Ausdruck, der die 1,2 Millionen Mitglieder in über 30.000 Clubs weltweit inspiriert. Die Freundschaft untereinander und die Zusammenarbeit auf lokaler und internationaler Ebene prägen die rotarische Clubkultur. Zuwendungen für humanitäre- und Bildungsprogramme ermöglichen es internationale Serviceprojekte zu unterstützen.    
Der  Schlüssel zum Erfolg liegt im persönlichen Engagement. 

Das kinderurologische Team "Austria für Eritrea" ist ein internationales Hilfsprojekt unter der Leitung von Prim Univ.-Doz. Dr. Josef Oswald (Leiter der Kinderurologischen Abteilung am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz), initiiert 2005 von Rotary Club Linz-Altstadt und dem Hammer Forum e.V., heute ermöglicht durch breite Unterstützung und Förderung verschiedener Rotary Clubs, der Pharmaindustrie und durch Spenden aus der Bevölkerung und unserem großen Freundeskreis.    

Herr OMR Dr. Walter Ullner hat von Beginn bis zu seinem Ausscheiden 2013 durch sein  großartiges Engagement vor allem im Bereich der Organisation und Logstik und auch als Arzt zum Gelingen und Erfolg dieses Projekts beigetragen. Seine Gattin Brigitte hat sich in vielen Jahren durch ihr soziales und humanitäres Engagement und vor allem mit der Organisation der Hilfspakete für eritreische Kinder und Waisen einen unvergesslichen Namen gemacht. Herr Dr. Matthias Ullner hat ein nach modernen Gesichtspunkten gestaltetes und verwendetes Patienten-Verwaltungs- und Management System samt Laptop und Drucker etc. nach Asmara gebracht und er war ebenso ein unermüdlicher Helfer in allen Dingen.

DAS PROJEKT UND DIE ZIELE

Aufgabe und Haupttätigkeit ist Kinder abzuklären, konservativ oder operativ zu behandeln, und vor allem Eingriffe durchzuführen, die bis dato in Ermangelung von spezialisierten Fachärzten nicht möglichg war. Einige Kinder haben  Probleme mit dem Harnhalten, das geht bis zum ungehinderten Harnverlust durch eine offen liegende Blase bei Kindern. Diese nassen und äußerst unangenehm riechenden Kinder haben keine Zukunft in Eritrea, denn wer stinkt, ist vom Schulbesuch ausgeschlossen. Das bedeutet in der Folge, keine Chance der Weiterbildung zu haben, kein normales Sozial- und Beziehungsleben führen zu können - ein Dahinvegetieren am Rande der Gesellschaft ist vorprogrammiert.   

Ziel: zu unterscheiden ist zwischen unmittelbarer Machbarkeit und langfristiger Projektierung.
Primär sind operativ und konservativ Kinder im Urogenitaltrakt zu versorgen. Wesentlich vor Ort ist die Ausbildung des OP-Pflegepersonals (Anästhesietechniken, OP-Assistenz) und die Schulung des Personals und der Eltern auf der Kinderstation zur Verbesserung der postoperativen Pflege (Hygiene, Wundpflege, Verbände). Exakte EDV-Dokumentation (dazu wurde ein eigenes Programm für Operationen, Verlauf, Nachversorgung und Logistik entwickelt) liefert die Daten für Einsatzplanung und Ergebniskontrolle. In den letzten Jahren bemühen wir uns zusätzlich einheimische Ärze operativ auszubilden.


WIE ES IN AFRIKA, IN ERITREA BEGANN:    

Im Frühjahr 1995 fuhr ein Mitglied des Hammer Forums e.V. das erste Mal nach Eritrea, um einen Eindruck von der medizinischen Versorgungslage für Kinder in Eritrea zu gewinnen. Anfangs wurden Kinder nach Deutschland zur Operation ausgeflogen, im Herbst 1995 waren aber bereits Orthopäden und Augenchirurgen mit im Team, um Kindern vor Ort zu helfen.     

Zusammen mit dem Chefarzt des Deutschen Kinderherzzentrums in St. Augustin, Dr. Andreas Urban, wurde dann im Jahr 2000 die Frage evaluiert, ob herzkranke Kinder nicht auch vor Ort operiert werden könnten. Vom Gesundheitsminister des Landes kam das Angebot, hierfür ein eigenes OP-Zentrum zu eröffnen und er stellte eine 100 Jahre alte Spitalsbaracke des ehemaligen Ospedale Nuovo zur Verfügung. Nach einer intensiven Renovierung und Installierung dreier Operationssäle auf europäischem  Niveau wurde im April 2002 unser „IOCCA“, das International Operation Centre for Children in Asmara, eröffnet. Dieser von Dr. Urban eingeschlagene Weg war richtungsweisend und in rascher Reihenfolge kamen Chirurgen aller anderen Fächer nach Eritrea, ein Klumpfußprogramm wurde eingerichtet. Seit 2005 sind wir Kinderurologen mit im „Boot“. Insgesamt werden derzeit 800 Kinder pro Jahr im IOCCA operiert.  

2003 wurde mit dem Aufbau einer Neugeborenen-Intensivstation begonnen, denn 95% der Frühgeborenen verstarben. Heute sind es nur noch 10%.  2005 wurde die große Geburtsklinik der Hauptstadt mit Kaiserschnitt-OP und zwei großen Stationen erföffnet und 9000 Frauen entbinden hier pro Jahr. 2008 konnte das neue Zentrum für Brandverletzte eingeweiht werden.  

2010 wurde dann der Verein „ARCHEMED“ gegründet und eine Umstrukturierung war notwendig geworden. Die alten erfolgreichen Projekte wurden weiter betrieben, es entwickelten sich aber auch gleichzeitig neue. Das ambitionierteste Vorhaben ist der Aufbau eines Geburts- und Neugeborenenzentrums in Keren, der zweitgrößten Stadt Eritreas, denn auch hier ist die Rate der Säuglings- und Müttersterblichkeit sehr hoch.    

Wichtig für die Zukunft ist die Ausbildung eritreischer Medizinstudenten, und so wurde am 17. Oktober 2011 durch unsere Vermittlung ein Ausbildungsabkommen zwischen der größten deutschen Universitätsklinik, der Charité in Berlin, und dem eritreischen Erziehungs-Ministerium geschlossen.       


UNSER TEAM:

Unser Team besteht aus zertifizierten und hoch erfahrenen medizinischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche unentgeltich kinderurolgisch in Eritrea tätig sind. Wir haben immer 2 Einsätze von 7 - 8 Tagen pro Jahr (April und Dezember). Das Team rekrutiert sich großteils aus Angehörigen des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern in Linz und Wien, der Universität Linz (die ehemalige Landesfrauen- und Kinderklinik Linz), dem Krankenhaus Freistadt,  sowie der Urologischen Universitätsklinik Großhadern,  München.

Aktuelle Teammitglieder

 

Teamleiter ist Univ.-Doz. Prim. Dr. Josef Oswald, FEAPU, Leiter der Kinderurolgie des KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.


em. Prim. Dr. Marcus Riccabona, ehemaliger Leiter der Kinderurologie des KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.


Dr. Tanja Becker, FEAPU, stellvertretende Leiterin der Kinderurologie des KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

OA Dr. Bernhard Haid, FEAPU, Kinderurologie des KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

 

 Prof. Dr. Alexander Karl, Urologische Klinik und Poliklinik, LMU Klinikum der Universität Großhadern,          München.

 

 


OA Dr. Patrick Rein, FEAPU, Urologie des LKH Feldkirch und Wahlarzt in Dornbirn


 

Prim. Dr. Ludwig Neuner, Leiter der Anaesthesiologie, KH Freistadt.

OA Dr. Franz Hornath, Anaesthesiologie, Landesfrauen- und Kinderklinik, Linz.

Prim. Dr. Johann Blasl, Leiter der Anaesthesiologie, KH der Barmherzigen Schwestern, Wien.

DKKS Sandra Mair, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz

 

DKKS Erika Pühringer, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.


                       

                       

em. Dr. Fried Mittendorfer, Logistik und Organisation, Klaus/Pyhrnbahn.



Teammmitglieder, die früher im Einsatz waren:

OMR Dr. Walter Ullner, Linz.

Brigitte Ullner, Linz.

Dr. Matthias Ullner, Linz.

Dr. Lisa Wagenhuber, Linz.

DKKS Franziska Günther, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

Dr. Wolfgang Mottl, Anaesthesiologie, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

Dr. Christoph Berger, FEAPU, Kinderurologie, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

DKKS Annemarie Laher, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

OA Dr. Mark Koen, FEAPU, Kinderurologie, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

DKKS Claudia Ehgartner, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

DKKS Claudia Fessl, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

DGKS Michaela Höglinger, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

DGKS Ulrike Amon, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

Ing. Helmut Brandl, Techniker, Fa. General Electric.

OÄ Dr. Ulrike Lumetzberger, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

DGKP Christoph Macho, Linz.

DGKP Berger Martin, AKH der Stadt Linz.

Prof. Dr. Guy de Bogaert, Leiter Kinderurologie Universität Leuven, Belgen.

Dr. Stefan Froschauer, AKH der Stadt Linz.

Cand. med. Bettina Hochreiter, Linz.

DKKS Angela Hüttenberger, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

Prof. Dr. Piet Hoebecke, Leiter Kinderurologische Abteilung der Universität Ziekenhuis Gent, Belgien.

DGKS Bettina Kellerer, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

Cand. med. Koen Joshua, Linz.

DGKS Ulli Kössler, Urologische Abteilung der Universität Innsbruck.

DGKS Irene Locker, Operationsabteilung der Universität Innsbruck.

DGKS Antje Lötsch, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

Dr. Julia Maier, Urologie, KH Vöcklabruck.

Ing. Roland Maldoner-Jäger, Universität Innsbruck.

Prim. Univ. Prof. Dr. Emilio Merlini, Vorstand Kinderurologie Ospedale Regina Margharrita, Turin.

OA Dr. Christoph Patsch, Orthopädie, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

Prof. Dr. Michael Riccabona, Anaesthesiologie, Universität Graz.

Dr. Hans-Frieder Robick, em. Chefarzt, Urologie, KH Marktdrewitz, Deutschland.

em. Prim. Dr. Karl Sacherer, Vöcklabruck.

DGKS Astrid Siegmund, AKH der Stadt Linz.

DKKS Sabine Wewerka, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

PKA Helga Ruprecht, Krankenhaus Kirchdorf/Krems.

Dr. Wickenhauser Elisabeth, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

Dr. Strasser Christa, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz, bzw. AKH Linz.

DGKS Brigitte Ortner, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

Dr. Judith Rösch, Kinderurologie, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

DGKS Monika Geck, Magistrat der Stadt Wels, Leitung Seniorenbetreuung.

Dr. Türk Christian, Urologische Praxis, Wien.

OA Dr. Felix Blasl, Urologie des Univ. Klinikum Stuttgart.

DGKS Doris Kalchmair, KH der Barmherzigen Schwestern, Linz.

CM Felix Nägele, Med. Fakultät der Universität Innsbruck.

Johanna Wöss, Universität Graz.

ologische Klinik und Poliklinik

 

 

UNSER VEREIN - Paediatric Urology Team for Eritrea

Der Leiter des Projektes, Prim. Univ. Doz. Dr. Josef OSWALD als Vorstand der kinderurologischen Abteilung des KH der Barmherzigen Schwestern. Er kommt von der urologischen Universitätsklinik Innsbruck und war dort stellvertretender Leiter der kinderurologischen Abteilung. Sein Vorgänger als Leiter des Projekts bis Ende 2013 war Univ. Doz. Dr. Marcus Riccabona.  Die letzte Generalversammlung fand am 26. November 2015 in Linz statt.

Der Vorstand des Vereins setzt sich zusammen aus

  1. Obmann: Prim. Univ. Doz. Dr. Josef OSWALD, KH Barmherzige  Schwestern Linz
  2. 1. Obmannstellvertreter: em. Prim. Univ. Doz. Dr. Marcus Riccabona
  3. 2. Obmannstellverteter:  Prim. Dr. Ludwig Neuner, KH Freistadt.
  4. Kassier: GD Dr. Andreas Mitterlehner, Hypo Oberösterreich
  5. Schriftführer: Dr. Fried Mittendorfer


Die Statuten des Vereins:

Statuten des Vereines 2014
Vereinsstatuten BPolDion Linz
StatutenVerein.pdf (150.51KB)
Statuten des Vereines 2014
Vereinsstatuten BPolDion Linz
StatutenVerein.pdf
(150.51KB)




Vereinsregisterauszug:

Vereinsregister 2014
Vereinsregister BPolDion Linz
Vereinsregisterauszug.pdf (16.72KB)
Vereinsregister 2014
Vereinsregister BPolDion Linz
Vereinsregisterauszug.pdf
(16.72KB)