P A E D I A T R I C    U R O L O G Y   T E A M

Austria for Eritrea

UNSER NÄCHSTER EINSATZ IST VOM 02.-10. DEZEMBER 2017

Das Team wird aus folgenden Personen bestehen: Dr. Marcus Riccabona, Dr. Anne-Karoline Ebert, Universitätsklinik Ulm, Dr. Bernhard Haid, Dr. Christian Türk, Dr. Ludwig Neuner, Dr. Franz Hornath, Erika Pühringer, Brigitte Ortner, Helga Ruprecht und Dr. Fried Mittendorfer.

UNSER LETZTER EINSATZ WAR VOM 04. - 12. APRIL 2017:

Das Team bestand aus Dr. Marcus Riccabona, Dr. Tanja Becker, Dr. Lisa Wagenhuber, Dr. Felix Blasl, Dr. Hans Blasl, Dr. Hornath Franz, Erika Pühringer, Angela Hüttenberger und Dr. Fried Mittendorfer.

Wir starten den Einsatz am Dienstag um 10:00 Uhr in Linz, von wo uns die Firma Heuberger wie immer sicher nach Wien bringt. Das Einchecken bei Turkish Air geschieht problemlos. Es werden 8 Teammitglieder mit 8 Koffern und 10 Alukisten mit medizinischem Material etc. und einem Gewicht von 310 Kg registriert. Der Flug nach Istanbul ist problemlos und wir reisen gemeinsam mit dem Herrn Altbundespräsidenten Heinz Fischer und dem ehemaligen ÖVP-Obmann Erhard Busek und einem ORF-Fernsehteam, das zu einer „Marmara-Konferenz“ reist. Zur gleichen Zeit fliegt Felix von Stuttgart nach Istanbul, wo wir uns dann treffen und nach 2 Stunden geht es bereits weiter - mit einem kurzen Zwischenstopp in Taif - nach Asmara, wo wir pünktlich um 02:00 Uhr landen. Die Einreiseprozedur ist diese Mal schleppend und langwieriger, aber Adem unserer Fahrer wartet schon und im Nu sind dann die Gepäckstücke verladen und es geht gleich ins das Embasoira Hotel, wo wir nach dem Einchecken schließlich um 04:00 Uhr früh einige Stunden Schlaf genießen dürfen. Für 10 Uhr ist das gemeinsame Frühstück angesetzt und dann geht es in die Klinik, wo uns schon das Personal und die Kinder freudig erwarten und begrüßen. Dieser Tag ist ein hoher Feiertag der Orthodoxie mit Palmwedel-Umzug (ähnlich Palmsonntag). Nach einer kurzen Vorbereitung beginnt ein Teil der Mannschaft mit dem Screening von 55 Kindern, die dann im Anschluss für OP-Planung der nächsten 5 OP-Tage eingeteilt werden. Der Rest der Mannschaft räumt die mitgebrachten Güter aus und in unsere vorhandenen Kästen ein.  Die letzten Teammitglieder verlassen nach Erledigung aller notwendigen Vorbereitungen für den ersten OP-Tag um 17 Uhr das IOCCA und um 19 Uhr gibt es noch eine erste Dienstbesprechung und im Anschluss geht es zum wohlverdienten Abendessen mit Pizzen, Fisch und Nudelgerichten.

Das allmorgendliche Laufen mit Marcus, Hans, Felix und Fried lässt die Umgebung von Hotel und Hospital kennenlernen und wegen der Höhenlage auch unsere Körpersysteme deutlich mehr leisten.  Leider gibt es täglich Wasser- und Stromabschaltungen in Asmara, sodass das Duschen oder gar mit Warmwasser sehr erschwert ist. Und der Donnerstag sieht ein Programm mit 12 Punkten vor (Meatotomien, BRACKA, Paloma, TIP und Cystoskopien) und 4 Röntgen (MCU und Pyelogramme) vor. Am Nachmittag begutachten wir noch insgesamt 36 Patienten.  Nach diesem anstrengenden Tag verlassen die letzten Teammitglieder das IOCCA um 18 Uhr. Wie immer im Anschluss Dienstbesprechung und gemeinsames Abendessen im nahegelegenen Restaurant, wo es die besten Lasgane‘s gibt. Nach dem Frühstück werden wir wie immer von Adem vom Hotel abgeholt und zum IOCCA gebracht, wo ein Teil der Mannschaft die gestern operierten Kinder auf Ward F des „Chinesen-Spitals“ visiert, während im OP 2 das Programm gestartet wird. Es stehen insgesamt 13 Punkte in 3 OP’s am Programm. (BRACKA, Fistelverschlüsse, Paloma, Blasensteine, Meatotomie, TIP und 3 Steinbehandlung mit der „Stein-Maschine“). Am Nachmittag ist dann wieder Ambulanz für neue Patienten, bei welcher wir 36 Patienten begutachten und vormerken.  Abendliche Besprechung und gemeinsames Abendessen und der täglichen „verordneten“ 20 ml „Zibib-Medication“ (einheimischer Schnaps) beenden diesen Tag.

Der Freitag sieht ein sehr ansprechendes Programm 12 Punkten, mit TIP, BRACKA, Palomo, Blasenstein- und Nierenstein-Operationen und eine Uretero-Pyelografie vor, das von den Chirurgen Marcus und dem Einheimischen Hans im OP I und Tanja und Lisa im OP II und Felix im OP III (Steinraum) perfekt gemeistert wird. Die Narkoseärzte Hans und Franz leisten hervorragende Arbeit, gilt es doch 3 OP-Säle zu bedienen, da der geplante einheimische Quattro wegen Fortbildung nicht zur Verfügung steht. Die beiden Schwestern Erika und Angela sind für die Pflege unserer Kindern sehr beschäftigt und machen einen tollen Job. Fried kümmert sich als „Mädchen für Alles“, das „das

Werkl“ funktioniert und alles vorhanden ist und hilft auch wo immer Not am Mann ist. Am Nachmittag werden uns nochmals 34 Kinder ambulant vorgestellt, die es gilt in die entsprechenden Warte- und OP-Listen für die nächsten Einsätze einzuplanen. Die letzten Teammitglieder verlassen das IOCCA um 17:30 Uhr und nehmen den Rückweg über die belebte Hauptstadt und nach der Abendbesprechung gibt es ein Abendessen mit einem kleinen kühlen Asmara-Bier und es wird auf eine kleine Premiere -  Vater und Sohn Blasl bestreiten die erste gemeinsame Operation als Operateur und Narkosearzt - angestoßen.

Am Samstag sind 13 Patienten geplant (Steinextraktionen, Tubularisierung, TIP, BRACKA, Meatotomie) und es in der Ambulanz begutachten wir noch 2 Patienten. Wir verlassen dann um 15 Uhr IOCCA und fahren zum Hotel zurück, wo wir uns duschen, umziehen und in die heiße (um 35 Grad) am Meer gelegene Hafenstadt Massawa mit Adems Bus fahren. Nach 2 Stunden zum Teil abenteuerlicher Fahrt über die Berge, bei welcher wir Kamele und Affen in freie Wildbahn sehen und ebenso den Esel als Transportmittel vor allem für Wasser. Wir erreichen die schöne Stadt und beziehen das Central- Hotel und gehen zum Fisch-Abendessen und einem anschließenden kurzen Rundgang der Stadt.
Am Sonntag besichtigen wir die leider sehr heruntergekommene Altstadt und dann geht es zum wunderschönen Strand, wo wir
 das angenehme Baden im Roten Meer genießen.  Auf dem Rückweg, der wegen der zu erklimmenden Höhe von Asmara (2.300 m) fast 3 Stunden dauert, machen wir kurze Stopps bei Straßenverkäufern für den Genuss einer frischen Melone und dem Kauf von frischem Honig und Zitrusfrüchten. Nach der Ankunft in Asmara gibt es noch die ersehnte Erholung bis zum gemeinsamen Abendessen.

Der Montag plant 13 Eingriffe (ESWL, Blasenstein-OP, BRACKA, TIP, Matthieu, Bougierung und Wechsel von DJ) und am Nachmittag machen wir nochmals eine anstrengende Ambulanz mit insgesamt 43 Kindern (geplant waren 9 Kinder). Die Mannschaft verlässt um 16:30 Uhr das IOCCA und wir besuchen noch kurz den Gewürz- und Gemüsemarkt in der Stadt. Nach der obligaten Abendbesprechung geht es dann zum gemeinsamen Abendessen in das von Schweizern geführte Restaurant „Sikomoro“ und folgen damit einer Einladung des Ärztlichen Leiters Dr. Habteab, der sich für die geleistete Arbeit bedankt.

Für den  letzten Operationstag am Dienstag haben wir ein Programm  mit 9 Punkten in 3 OP-Sälen vor. (TIP, BRACKA, Mathieu, Fistelverschlüsse, Klappenschlitzung und 1 Steinbehandlung, wobei leider die Steinmaschine unvermittelt mit einem vermutlichen Motorschaden nicht mehr einsetzbar ist). Nach dem Eintreffen im IOCCA wird die Abschlussvisite durchgeführt und wir stellen erfreut fest, dass es allen Kindern gut geht. Für den weiteren Verlauf wird Dr. Hans eine exakte Behandlungs- und Entlassungsliste übergeben.

In der Ambulanz begutachten wir nochmals 17 Kinder und der Tag endet um 16 Uhr.  Mittags holt Adem unsere leeren Transportkisten für den Rückflug ab. Vorher sind wir noch von den Einheimischen zur traditionellen Coffee-Zeremonie im IOCCA eingeladen und nach der gewohnten Abendbesprechung gehen wir früher zum Abendessen.  Dann folgt eine kurze Nacht, da wir um 01:00 Uhr mit Sack und Pack von Adem zum Flughafen gefahren werden. Nach den Ausreiseformalitäten fliegen wir um 03:15 Uhr nach Istanbul, wo um 09:35 ankommen. Mit uns fliegt eine 120 köpfige Pilgergruppe (ältere Frauen in traditioneller schöner Tracht mit weißen Tüchern), die anlässlich der Osterfeiertage nach Jerusalem reist.  In Istanbul heißt es Abschied nehmen von Felix Blasl, der nach Stuttgart fliegt. Wir fliegen um 12:00 Uhr ab und landen wohlbehalten in Wien um 13:15 Uhr, wo schon der Bus der Firma Heuberger wartet und uns zurück nach Linz bringt, das wir m 16:00 Uhr erreichen.

In Summe haben wir insgesamt 47 operativ in 5 Tagen versorgt und  13 Steinbehandlungen (also insgesamt 60 Kinder in 3 Operationsälen) und insgesamt begutachteten wir 178 ambulante kleine Patienten.

Mit vielen beglückenden Eindrücken kehren wir wieder dankbar, aber müde zu unseren Familien zurück und freuen uns bereits auf den nächsten Einsatz in Eritrea um wieder den Ärmsten der Armen, den Kindern in Eritrea, helfen zu dürfen.

 

REPORT - DEZEMBER 2016 - JOHANNA WÖSS:

Die Studentin für Journalismus und Public Relations (PR) Johanna Wöss war bei unserem letzten Einsatz im Dezember 2016 in Asmara mit dabei und hat den folgenden interessanten Report gemacht:

 

REPORT WÖSS DEC. 2016
Eine journalistische Reportage von Johanna Wöss, Graz, vom Einsatz im Dezember 2016.
ReportWoess217.pdf (914.21KB)
REPORT WÖSS DEC. 2016
Eine journalistische Reportage von Johanna Wöss, Graz, vom Einsatz im Dezember 2016.
ReportWoess217.pdf
(914.21KB)

 

Auszeichnung für em. Univ.-Doz. Dr. Marcus Riccabona:

 

Marcus Riccabona erhielt am Montag, 28. November 2016 aus den Händen von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer den Erwin-Wenzl-Ehrenpreis 2017 für sein Lebenswerk. Bisher erhielten prominente Oberösterreicher diese Auszeichnung, wie GD Dr. Dinonys Lehner, Univ. Prof. Dr. Peter Oberndorfer und Alt-Bischof Dr. Maximillian Aichern,  um nur Einige zu nennen. Wir gratulieren sehr herzlich.

iDER VORLETZTE EINSATZ WAR VOM 27.11. bis 05. DEZEMBER 2016:

Teilnehmer: Dr. Marcus Riccabona, Dr. Piet Hoebecke, Universität  Gent, Belgien, Dr. Strasser Christa, Dr. Ludwig Neuner, Dr. Hans Blasl, Dr. Christian Türk, Wien, Dr. Felix Blasl, Stuttgart, Felix Nägele, Sandra Mair, Doris Kalchmair, Johanna Wöss und Dr. Fried Mittendorfer. 

Wie gewohnt fahren wir dem Bus der Firma Heuberger um 06:30 Uhr in Linz ab, nachdem wir vorher alle Kisten und Koffer verstaut haben. Wir fliegen das erste Mal mit Qatar-Airways und das Einchecken funktioniert rasch und freundlich, wobei 9 Personen mit ihren Koffern und unseren 11 Kisten und Boxen mit einem Gesamtgewicht von 350 kg registriert werden.  Der Flug nach Doha ist sehr gut und dort müssen wir ein Hotel in der Stadt beziehen, da der Flug nach Asmara leider erst am Montag um 07:30 geht. Die „Immigration-Procedure“ in Doha ist nach 1 ½ Stunden erledigt und es geht zum Plaza Hotel und anschließend gehen wir zum gemeinsamen Abendessen in ein typisches Restaurant.  Der Flug nach Asmara landet pünktlich am Montag um 11:05 Uhr und nach den Einreiseformalitäten wartet schon Adem, unser Fahrer, und lädt die vielen Gepäckstücke auf und bringt uns ins Hotel, das wir dann nach 30 Minuten in Richtung IOCCA verlassen. Es werden die Kisten aus- und eingeräumt und ein Teil der Mannschaft beginnt mit dem Screening, bei dem wir 40 Kinder begutachten und für die Operationen der Woche einteilen.  Durch unseren verspäteten Beginn, verlassen wir IOCCA erst gegen 19 Uhr; dann gehen wir noch zum gemeinsamen Abendessen.

Ein sonniger Dienstag empfängt uns im Hospital und Piet und Christa operieren 4 Punkte, davon eine sehr schwierige Harnröhrenrekonstruktion. Felix Nägele betreibt unser neues gebrauchtes C-Bogen-Gerät – das schon im Sommer mit einem „Archemed“- Container angekommen ist - mit MCU’s und Leeraufnahmen. Christian bringt unsere Storz Steinmaschine in Schwung und behandelt dann 3 Kinder, davon 2 ohne Sedierung. Sandra, Doris und Johanna bereiten alle notwendigen Pflegeutensilien vor und kümmern sich um die ersten Patienten. Marcus und Felix Blasl landen pünktlich um 11 Uhr in Asmara und sind fast 1 Stunde später bei uns im IOCCA, wo Marcus und Piet dann noch die restlichen 2 Punkte operieren.  Felix Blasl hat mit Dr. Habteab einen Besuchstermin im Hospital bei der „Dornier“-Steinmaschine für Erwachsene, wo einerseits Patienten auf eine Behandlung warten und Einheimische eingeschult werden sollen. Zugleich wird das Büro und unser kleines Labor eingerichtet und der Screeningraum für die geplanten 3 Ambulanztage ausgestattet. Mit Marcus und Piet wird dann noch das Wochen OP-Programm geplant.  Wir verlassen um 17 Uhr das IOCCA und mit einer Dienstbesprechung am Abend geht es dann in ein bekanntes Pizza-Restaurant.

 Der Mittwoch beginnt mit der Visite unserer operierten Kinder im disloziert gelegenen „Chinesen-Spital“. Das heutige OP-Programm sieht insgesamt 10 Punkte in 3 OP’s vor, wobei das Programm Cystoscopien und Blasenrekonstruktion durch Piet vorsieht. Des weiteren TIP-Operationen, Fistelverschlüsse, Meatotomie, Bracka II- Operation.  Der „Stein-Profi“  Christian kümmert sich hochmotiviert und engagiert um die Inbetriebnahme der Steinmaschine und führt die ersten  3 Behandlungen auf der Steinmaschine durch. Zur gleichen Zeit behandelt Felix Blasl auf der anderen Steinmaschine im Hospital 3 Erwachsene und unterweist  und trainiert 2 Ärzte. Unsere beiden Narkoseärzte Ludwig und Hans leisten mit den beiden einheimischen Narkose-Pflegern Quattro und Szegay wirklich tolle Arbeit, weil mit dem Einsatz der Steinmaschine oft die Assistenz bei den narkotisierten Kindern notwendig ist.  Außerdem trainieren sie während der ganzen Woche 2 einheimische Anaesthesie-Studierende. Ab dem frühen Nachmittag begutachten wir dann noch insgesamt 50 Kinder, die zum Teil auf die Einsatzlisten der nächsten Einsätze kommen und einige Kinder müssen in das laufende Programm eingeplant werden. Nach der Teambesprechung geht es zum verdienten Abendessen samt kaltem „Asmara-Beer“.

Der täglichen frühmorgendlichen Laufgruppe mit Markus, Hans und Fried schließen sich auch noch Felix Nagele und Christa an.

Der Donnerstag sieht wieder ein ehrgeiziges OP-Programm mit 12 Punkten vor (Harnröhren-rekonstruktionen, NierenOP, BRACKA I und II, Steinentfernungs-OP, Fistelverschlüsse,  Cystoskopien, TIP und 4 Steinbehandlungen).  Ab 11 Uhr sehen wir dann schon wartende „Steinkinder“, die wir gemeinsam mit Christian begutachten und im OP-Programm einplanen. Ab dem frühen Nachmittag  werden noch die  „Linz“- Kinder behandelt und nachbetreut  und weitere neue Patienten, insgesamt 10 Kinder, wobei an diesem Tag auch unser kleines  Labor samt „Gas Check“ zum Einsatz kommt. Vorher ist noch die Visite der Kinder im sogenannten „Chinesen-Spital“, das einen Steinwurf vom IOCCA entfernt gelegen ist. Leider müssen wir tief betroffen erfahren, dass die bildhübsche, mittlerweile 17jährige Nejat vor 6 Wochen plötzlich verstorben ist. Nejat wurde 2008 in Linz operiert.

Sandra und Doris leisten hervorragende Arbeit in der Pflege und Versorgung unserer kleinen Kinder nach den Operationen und unterstützen und ergänzen das Team hervorragend. Die auf eigene Kosten mitgekommene Studentin der Journalistik Johanna wird eine Studienarbeit über unsere Tätigkeit in Eritrea machen und hilft auch für alle noch notwendigen zusätzlichen Arbeiten und Handreichungen.  Nach der täglichen Teambesprechung gehen wir zum Abendessen und anschließender täglicher „ Medizin-Gabe“ mit dem landeseigenen Anisschnaps „Zibib“.

Für den  letzten Operationstag am Freitag haben wir ein Riesenprogramm mit 16 Punkten in 3 OP-Sälen vor. (Blasenstein, Adhaesiolyse, TIP, BRACKA II, Meatomie, Fistelverschlüsse, MEMO-OP  und 5 Steinbehandlungen). Nach dem Eintreffen im IOCCA wird die Visite durchgeführt und wir stellen erfreut fest, dass es allen Kindern gut geht.

In der Ambulanz begutachten wir noch 15 Kinder und der Tag endet dann etwas später um 18 Uhr. Vorher sind wir noch von den Einheimischen zu einer kurzen Coffee-Ceremonie im IOCCA eingeladen und nach der gewohnten Abendbesprechung gehen wir gemeinsam zum Abendessen. Nach der gemeinsamen Besprechung gibt es das letzte gemeinsame Abendessen und den Abschied von Piet Hoebeke, der nächsten Tag um 04:00 Uhr den Rückflug nach Brüssel antritt.

Am Samstag, unserem letzten Tag in Asmara, machen wir am Morgen noch Visite auf der Krankenstation und die Übergabe der noch stationär zu versorgenden Kinder an Dr. Hans, den einheimischen Chirurgen. Zeitgleich wird auch die Inventur, sowie das Verpacken und Fertigmachen der Alukisten für den Rückflug vorgenommen. Adem bringt die Kisten unterdessen in das Hotel und wir genehmigen uns am Nachmittag einen Rundgang in die Stadt, in den bemerkenswerten Altmetallmarkt, sowie den Obst- und Gewürzmarkt, wobei der Eine oder Andere noch eindeutige Sonnenbrand-Zeichen abbekommt!  Beim letzten Abendessen bedankt sich Marcus sehr bei jedem Einzelnen für den großen Einsatz und wünscht ein gutes Heimkommen. Dann gehen wir bald zu Bett, da uns Adem um 01:00 Uhr zum Flughafen bringt.  Da im Vorfeld die Qatar-Airways sehr kurzfristig und überraschend den Flugbetreib mit 03.12.2016 für Hin- und Rückflüge einstellt, müssen wir leider die teureren „one-way-tickets“ bei Turkish-Air kaufen.  Wir fliegen mit einem Zwischenstopp in Taif weiter nach Istanbul und von dort sehr rasch nach Wien weiter, wo wir pünktlich landen und mit dem  Bus der „Firma Heuberger“ nach Linz fahren. Felix Blasl fliegt von Istanbul nach München und dann wieder nach Stuttgart.

In Summe haben wir insgesamt 35 Kinder operativ in 4 Tagen versorgt und 15 Steinbehandlungen (in 3 Operationssälen) und insgesamt begutachteten wir 160 ambulante kleine Patienten.

Mit vielen neuen und schönen Eindrücken kehren wir wieder müder, aber glücklich zurück zu unseren Familien und freuen uns bereits auf den nächsten Einsatz, um wieder den Ärmsten der Armen, den Kindern in Eritrea, helfen zu dürfen.

 

 

 

 

DANK AN FRAU DR. h. c. mult. SYBILL STORZ für LITHOTRIPTER:

Dr. Marcus Riccabona und Dr. Fried Mittendorfer fuhren am 31. März 2016 in das baden-württembergische Tuttlingen, um sich persönlich bei Frau Dr. h.c. mult. Sybill Storz, der großherzigen Unternehmerin, die die medizin-technische Fachfirma Storz-Medical in Tuttlingen als Familienunternehmen führt, zu bedanken. Wir bekamen  von ihr einen gebrauchten, aber neuwertigen Lithotripter ("Steinmaschine") für unsere Arbeit in Eritrea. Beim ersten Einsatz im Dezember 2015 konnten wir damit bereits 10 Kinder erfolgreich behandeln. 1.000-fachen Dank sehr geehrte Frau Dr. Storz dafür. Auf dem Foto bei der Übergabe kleiner Erinnerungsgeschenke aus Eritrea mit Dr. Storz (links) Dr. Riccabona und Petra Grathwohl, der stellvertretenden Abteilungsleiterin für Marketing Urologie in Europa (rechts). 

 

 

 

 

RÖNTGENGERÄT - SPENDE DER FIRMA SIEMENS-MEDIZINTECHNIK:

Die Firma Siemens Healthcare, Linz hat uns am 01. März 2016 für das Projekt im IOCCA-Hospital in der Hauptstadt Asmara ein fahrbares, gebrauchtes und generalüberholtes Röntgengerät "Siremobil Compact L" als Geschenk zur Verfügung gestellt, dass damit die beiden schon über 20 Jahre alten Geräte ersetzen wird. Der Serviceleiter Ing. Christian Brandt hat uns das Gerät übergeben, welches dann mit dem nächsten Container von Deutschland aus nach Afrika den Seeweg antreten wird. Wir sagen ganz herzlich DANKESCHÖN!

 

 

 

 

 

 


 

 

VERNISSAGE DR. JUNICK, WIEN - € 1.500,-- SPENDE

Frau Dr. Silvia Junick, 1140 Wien, veranstaltete am 15.11.2015 wie alljährlich eine tolle Vernissage und spendete den Verkaufserlös von € 1.500,-- für unser Projekt! Allerherzlichsten Dank und alles Gute!