Austria for Eritrea

 

 


EINSATZ VOM 22. bis 29. APRIL 2023

Mit den Teilnehmern: Dr. Regina Stredele, Dr. Anne Ebert, Dr. Johann Blasl, Dr. Ebner Benedikt, Dr. Julia Gerzer, Dr. Hannes Schobesberger, Sandra Mair, Annemarie Laher, Helga Ruprecht und Dr. Fried Mittendorfer

Sandra, Annemarie, Helga und Fried fahren gemeinsam mit dem Kleinbus der Firma Heuberger von Wels und Linz nach Wien zum Flughafen und treffen dort Hans, Hannes und Julia und Anne, Regina und Benedikt, die aus München kommen. Hier fliegen wir mit der „Ethiopian Airlines“ via Addis Ababa nach Asmara. Um 1110 Uhr erreichen wir den Flughafen Asmara mit dem kompletten Team von 10 engagierten Teammitgliedern, und leider fehlt Anne’s Gepäckstück und unsere 5 Kisten mit medizinischen Material bekommen wir leider noch nicht, weil angeblich die Genehmigung durch Ministerium fehlt, obwohl wir 4 Wochen vorher eine genaue Artikelliste samt Rechnung laut Vorgabe an Ärztlichen Direktor geschickt hatten. Verspätet fahren wir dann gleich in das IOCCA und beginnen mit dem Screening, während Helga in das Sunshine Hotel fährt und die Zimmer anmeldet. Im IOCCA warten bereits unsere lieben Freunde Fetle, Amaresh, Szegay und Tesfamariam, die uns freudig begrüßen. Beim Screening sehen wir 28 Kindern und mit Regina und Anne machen wir den OP-Plan bis Donnerstag. Da leider 10 Patienten von unserer OP-Liste leider nicht einbestellt wurden, wird am Montag dies nachgeholt und in den OP-Plan eingebaut. ArcheMed hat in unserer Abwesenheit die alten Lagerkästchen durch neue ersetzt, die es jetzt wieder in eine übersichtliche Ordnung umzuräumen sind. Abends fährt Anne mit Jared nochmals zum Flughafen wegen des Gepäckstücks, aber leider umsonst. Wir verlassen  um 18 Uhr das Krankenhaus und nehmen das Abendessen in unserem Hotel ein und Fried bedankt sich herzlich für die großartige Zusammenarbeit und überbringt Grüße von Edda Riccabona, der Gattin von Marcus, die uns auch eine Linzer Torte mitgeschickt hatte. Mit dem obligaten Zibib gehen alle sehr müde früher in das Bett.


Der Montag beginnt mit der üblichen morgendlichen Laufrunde von Helga, Hans, Benedikt und Fried mit Start um 0600 Uhr in den beginnenden Morgen. Dann gibt es einen ambitionierten OP-Plan mit 7 Operationen. Operateure sind Anne, Regina und Benedikt und 2 junge sehr tüchtige junge eritreische Jungärzte. Hans und Julia machen die Narkose mit 2 jungen Narkose-Studenten und Szegei. Es werden 3 ESWL-Steinbehandlungen durchgeführt. Ab 15 Uhr Ambulanz, die Regina und Anne mit Fried durchführen und insgesamt 14 Kinder begutachten. Dann endlich sind unsere dringend benötigten 5 Materialboxen angekommen, wobei Helga zum Airport fährt, um die Boxen zu identifizieren. Gemeinsam dann zu Abend im Restaurant Laza nach einer kurzen vorherigen Besprechung. Nach dem fast schon zur Routine gewordenen Zibib in unserem Hotel ging es wieder müde in die Betten.

Am Dienstag die obligate Laufrunde mit Julia, Helga, Hannes, Hans, Benedikt und Fried an einem wunderschönen Morgen. Es sind 7 Eingriffe geplant. Im Steinraum 3 Behandlungen und ambulante Kontrolle von 10 Kindern. Es findet im Ward 4 eine erste Visite mit den beiden sehr erfahrenen und umsichtigen Kinderschwestern Sandra und Annemarie und der Kinderurologin und medizinische Leiterin Regina statt. Um 11 Uhr fällt plötzlich die Sauerstoffanlage für 15 Minuten aus und wir erleben einen Schreckmoment. Ab 1400 Uhr sehen wir dann in der Ambulanz 8 Kinder. Nach kurzer Abendbesprechung gehen wir gemeinsam in die sehr belebte Pizzeria in der Stadt und in unserem Hotel sitzen wir noch kurz mit einem Zibib und wieder früh ins Bett.

Am Mittwoch um 06 Uhr laufen wieder Julia, Helga, Marcus, Hans und Fried die gewohnte Runde und dann leider kalter Dusche. Gefrühstückt und um 0730 Uhr wieder zu Fuß in die Klinik in das IOCCA, wo bereits die Kinder warten. Wir haben 8 Operationen ausgeschrieben und 4 ESWL-Behandlungen. Um 1600 Uhr verlässt der Großteil der Mannschaft das IOOCA und genießt ein bisschen den Gemüse- und Metallmarkt. Julia und Fried werden wieder mit der Organisationsfrage von Seiten der Eritreaner konfrontiert, weil völlig unkoordiniert immer wieder Kinder vorgestellt werden. Um 1930 Uhr sind wir dann im Ghibabo und essen in einem schönen Ambiente recht gut. Im Hotel dann noch eine kurz Besprechung und Diskussion über die derzeitigen Sorgen und Probleme. Und nach einem Zibib geht es dann müde in das Bett.

Am Donnerstag früh laufen wieder Julia, Helga, Benedikt, Hannes, Hans und Fried ihre Runde, dann gemeinsames Frühstück und zu Fuß zur Klinik, wo wir 6 Operationen machen, dabei ein großer 3 stündiger Punkt einer Harnröhrenrekonstruktion, die Anne gemeinsam mit Benedikt perfekt ausführt. Fried führt eine kurze Diskussion mit Dir. Tewelde über die versprochene Installation eines „Beauftragten“ vor Ort, um mit diesem eine bessere Planung seitens der Einheimischen zu erreichen. Um 14 Uhr kommt auch der österreichische Geschäftsträger Safi Ahmed auf Kurzbesuch in das IOCCA und wir laden ihn zu einem gemeinsamen Abendessen bei unserem nächsten Aufenthalt im November ein. Wir danken ihm für die Unterstützung im Zusammenhange mit Marcus Ableben. 3 Steinbehandlungen werden erledigt und in der Ambulanz ab 17 Uhr begutachten wir 28 Kinder und wir merken bereits für November 2024 Kinder zur Operation vor. Und beim Verlassen warten dann plötzlich wieder unkoordiniert 30 Eltern, die mit ihren ID Karten noch eine Behandlung wünschen. Die letzten Teammitglieder verlassen das IOCCA um 2015 und im Hotel warten bereits Ingeborg Beggel von der deutschen Botschaft zu einer kleinen Besprechung und auch Dr. Habteab, den wir dann zum gemeinsamen Abendessen in unserem Hotel einladen. Um 2230 Uhr geht es sehr müde in die Betten.

Der Freitag beginnt wieder mit einem Lauf am Morgen mit Julia, Helga, Hannes, Hans und Fried und nach dem Frühstück zu Fuß in das IOCCA, wo noch 5 Operationen und 1 Steinbehandlung und 2 MCU geplant sind. Regina übergibt unsere noch auf Ward F liegenden Kinder mit der Discharge Liste an die einheimischen Ärzte. Kurzes Treffen mit Dr. Joseph und Besprechung der aktuellen Probleme und er verspricht auch Hilfe und Benennung eines Koordinators für die nächsten Einsätze. Es werden uns dann noch 2 Kinder mit Penisamputationen vorgestellt, die wir eventuell beim nächsten Einsatz Piet vorstellen werden.
Um 13 Uhr ist die schon obligate „Coffee-Ceremonie“ die wie immer von den Einheimischen liebevoll gestaltet wird und Fried und Regina bedanken sich bei allen eritreischen Mitarbeitern und den Teammitgliedern. Dann muss noch gepackt, eingeräumt und verstaut werden. Um 1400 Uhr holt uns der Bus mit den Boxen und Kisten ab und um 1530 Uhr geht es mit dem Bus zum Flughafen, wo wir um 1815 Uhr Asmara Richtung Addis Ababa und von dort weit er nach Wien und München verlassen.

In dieser Woche operierten wir insgesamt 37 Kinder, 11 Steinbehandlungen mit dem Lithotripter und 140 ambulante Patienten und wir freuen uns schon auf den nächsten Einsatz im November 2023.



EINSATZ VOM 10. bis 18. NOVEMBER 2023

Mit den Teilnehmern: Dr. Regina Stredele, Dr. Tanja Becker, Dr. Piet Hoebeke, Dr. Ludwig Neuner, Dr. Fritz Hamberger, Dr. Ebner Benedikt, Erika Pühringer, Doris Kalchmayr, Helga Ruprecht und Dr. Fried Mittendorfer

Erika, Doris, Tanja, Luki, Fritz Helga und Fried fahren gemeinsam mit dem Kleinbus der Firma Heuberger von Wels bzw. Linz nach Wien mit 6 prall gefüllten Einsatz-Kisten zum Flughafen und fliegen mit der Turkish Airline via Istanbul nach Asmara. Von München fliegen Regina und Benedikt nach Istanbul und da geht es mit der gesamten Gruppe nach Asmara. Piet fliegt mit Ethiopian Airlines via Brüssel und kommt Mittag am Samstag in Asmara an, wo ihn Helga abholt. Das Team besteht aus 10 engagierten Teammitgliedern; glücklicherweise können wir dieses Mal die Kisten nach kurzer Sichtkontrolle sofort mitnehmen, das ist ein großer Erfolg und sich dem neuen ärztl. Direktor Tewelde geschuldet. 

Unsere Kontaktperson Jared bringt uns mit dem Bus und dem Gepäck in das „Sunshine“ Hotel, wo wir eine kürzere Nacht haben. Um 10 Uhr Fahrt in das IOCCA, wo wir von unseren lieben Freunde Fetle, Amaresh, Szegay und Tesfamariam begrüßt werden. Beim Screening ab 10 Uhr sehen wir 55 Kindern und gemeinsam mit Regina, Tanja und Piet gestalten wir anschließend den OP-Plan für die kommende Woche inklusive des Sonntags. Die letzten Teammitglieder verlassen um 1730 Uhr das Krankenhaus und nehmen das Abendessen in unserem Hotel ein und Fried bedankt sich für die großartige Zusammenarbeit und überbringt Grüße von Edda Riccabona, der Gattin von Marcus, die uns auch eine Linzer Torte mitgeschickt hatte. Mit dem obligaten „Zibib“ gehen alle sehr müde früher in das Bett.

Der Sontag beginnt um 06 Uhr mit der üblichen morgendlichen Laufrunde von Helga, Benedikt und Fried in den frühen Morgen. Es gibt einen OP-Plan  mit 9 Operationen. Operateure sind Regina, Tanja und Piet und 2 dynamische eritreische Jungärzte, Genet und Xiob. Luki und Fritz machen die Narkose mit Unterstützung von Szegei. Es wird 1 ESWL-Steinbehandlung durchgeführt und 8 Steinpatienten begutachtet. Ab 15 Uhr Ambulanz, die Regina mit Fried durchführt und insgesamt 13 Kinder begutachtet. Gemeinsam dann zu Abend im wunderbaren Restaurant „Ghibabo“; nach einer kurzen vorherigen Besprechung. Mit dem fast schon zur Routine gewordenen „Zibib“ in unserem Hotel geht es müde in die Betten.

Am Montag die obligate Laufrunde mit Helga, Benedikt und Fried in einen wunderschönen Morgen. Es sind 8 Eingriffe geplant. Im Steinraum 2 Behandlungen und ambulante Kontrolle von 13 Kindern. Es findet im Ward 4 eine erste Visite mit den beiden sehr erfahrenen und umsichtigen Kinderkrankenschwestern Erika und Sandra und dem Urologen Benedikt statt. Fried besucht ÄDir Tewelde wegen eines Internetzugang für dringliche Konversationen (z.B. mit dem Chir. Danish Team etc.) und bedankt sich für den bisher guten und reibungslosen Verlauf und die Unterstützung. Wir laden ihn zu einem gemeinsamen Dinner am Abend ein. Ab 1530 Uhr in der Ambulanz sehen wir 18 Kinder. Die letzten Teammitglieder verlassen erst nach 18 Uhr die Klinik. Wir gehen dann gemeinsam in das bekannte Restaurant Ghibabo mit Dr. Tewelde. Anschließend sitzen wir noch kurz im Hotel sitzen mit einem „Zibib“ und dann ab ins Bett.

Am Dienstag um 06 Uhr laufen Helga, Benedikt und Fried die gewohnte Runde. Nach dem Frühstück um 0730 Uhr wieder zu Fuß in die Klinik IOCCA, wo bereits die Kinder warten. Wir haben 8 Operationen ausgeschrieben und 2 ESWL-Behandlungen. Um 1500 Uhr starten wir die Ambulanz und es entsteht durch das viel zu lange Screening bis 1845 Uhr, eine heftige interne Diskussion. Wir sehen insgesamt 27 Kinder, davon die Hälfte ungeplante neue Kinder.  Verspätet verlässt Rest der Mannschaft die Klinik, wo wir in unserem Hotel Sunshine bereits vom österr. Konsul in Eritrea Herrn Safi Ahmed – der uns rund um den Tod von Marcus sehr geholfen hat – und mit dem neuen österreichischen Botschafter Pöstinger aus der für uns zuständigen Botschaft Kairo treffen und ein nettes Treffen haben.  Herr Botschafter verspricht uns bei der Unterstützung durch das Ministerium in Wien zu helfen. Helga und Fried bleiben daher im Hotel, während der Rest der Mannschaft mit dem Taxi in das Restaurant La Gomera fahren.
Am Mittwoch früh laufen Helga, Benedikt, und Fried ihre Runde, dann gemeinsames Frühstück und zu Fuß zur Klinik, wo 7 Operationen am Programm sind und 12 Kinder in der Steinambulanz betreuen. Dieser Nachmittag ist ohne Ambulanztag, damit die Mannschaft sich ein wenig in der Stadt umsehen kann und einige Stunden Freizeit genießen kann. Um 1930 Uhr sind wir zu einem gemeinsamen Abendessen auch mit den meisten der eritreischen Kräfte  vom Ärztl. Direktor im großen Restaurant Le Gomera eingeladen.


Am Donnerstag um 0600 Uhr laufen Helga, Benedikt und Fried die gewohnte Runde. Nach dem Frühstück um 0730 Uhr wieder zu Fuß in die Klinik IOCCA, wo 6 Patienten operiert und 1 Kind mit dem Lithotripter behandelt wird. Ab 1230 Uhr begutachten wir 23 Kinder in der Sprechstunde, obwohl noch unendlich viele Eltern mit ihren Kindern wie gestern an jedem möglichen Zugang Eintritt begehren und es zum Teil zu unschönen Szenen kommt. Wir beenden die Ambulanz um 18 Uhr und gehen nach einer kurzen Besprechung in das nahe gelegene Pizzahaus. Im Hotel sitzen wir noch kurz zusammen und lassen diese doch sehr stürmische Woche Revue passieren.

Der Freitag und zugleich letzter Tag beginnt wieder mit einem Lauf am Morgen mit Helga, Benedikt und Fried und nach dem Frühstück zu Fuß in das IOCCA, wo noch 2 akute und längere Operationen durchgeführt werden. Regina übergibt unsere noch auf Ward F liegenden Kinder an die einheimischen Ärzte. Zugleich werden die ersten Kisten gepackt und rückverstaut und die restliche Inventur durchgeführt. Um 12 Uhr Treffen mit Dr. Joseph, dem Chefchirurgen, und Besprechung der aktuellen Screening-Probleme und er benennt uns definitiv die sehr engagierte junge Chirurgin Dr. Genet als alleinige Koordinatorin für die nächsten Einsätze.
Um 13 Uhr ist die „Coffee-Ceremonie“ die von den Einheimischen liebevoll gestaltet wird und Fried und Regina, sowie Dir. Tewelde bedanken sich bei allen eritreischen Mitarbeitern und den Teammitgliedern. Dann noch den Rest gepackt, eingeräumt und verstaut. 

Um 1400 Uhr holt uns der Bus mit den Boxen und Kisten ab und um 2300 Uhr geht es mit dem Bus zum Flughafen, wo wir nicht wie geplant um 0155 Uhr sondern erst nach 2 Stunden „Liegezeit“ am Rollfeld Asmara Richtung Istanbul verlassen. Die Anschlussflüge werden nicht mehr erreicht, die 4 Stunden Wartezeit verkürzen wir mit einem sehr guten türkischen Frühstück. Piet fliegt bereits um 18 Uhr über Addis Abbeba nach Brüssel heimwärts. Regina und Benedikt fliegen nach München und der Rest der Mannschaft nach Wien, wo uns der Bus abholt und nach Linz und dann nach Wels bringt. Helga und Fried fahren dann mit den Materialkisten nach Hause.

In dieser Woche operierten wir insgesamt 43 Kinder, 5 Steinbehandlungen mit dem Lithotripter und 195 ambulante Patienten und wir freuen uns schon auf den nächsten Einsatz im April 2024.






Dr. Marcus RICCABONA am 25. November 2022 verstorben

Dr. Marcus RICCABONA der große Mensch, unser Freund und ärztlicher Leiter unseres Vereins ist am Freitag, dem 25. November 2022 während eines Einsatzes in Eritrea plötzlich und unerwartet in seinem geliebten Eritrea verstorben. Wir danken ihm für seine 17 jährige Arbeit und insgesamt 33 Einsätze für die Menschen und Kinder im ostafrikanischen Eritrea. Danke lieber Marcus für alles was Du getan und geleistet hast und wir werden Dich immer in unseren Herzen tragen und werden Dein Werk weiter fortsetzen. Lebe wohl.