Austria for Eritrea

DANK AN FAM. GANGLBAUER, SIPBACHZELL

Der Gönner Johann Ganglbauer aus Sipbachzell bei Wels, OÖ, ist am 24.06.2018 versorben und er hat verfügt, dass anstatt der Blumenspenden unsere Organisation mit dem Erlös beteilt wird. Beim Begräbnis am 30. Juni 2018 wurde der großzügige Betrag von € 1.700,-- dafür gegeben. Allerherzlichsten Dank und Anerkennung. 


DER NÄCHSTE EINSATZ IST VOM 24.11.- 02.12.2018

Das Team besteht aus folgenden Personen: Dr. Marcus Riccabona, Dr. Anne-Karoline Ebert, Universitätsklinik Ulm, Dr. Regina Stredele, Med. Uni München, Dr. Mark Koen,  Kinderurologie Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, Linz, Dr. Ludwig Neuner, Dr. Felix Blasl, Dr. Reinhard Schernthanner, Sandra Mair, Franziska Günther, Helga Ruprecht und Dr. Fried Mittendorfer.

 

 

 

UNSER AKTUELLER EINSATZ WAR: 13.-20. MAI 2108

Das Team bestand aus folgenden Personen: Dr. Marcus Riccabona, Dr. Mazen Zaino, Univ.-Inselspital Bern, Schweiz, Dr. Regina Stredele, Med. Uni München, Dr. Christa Babst, Kantonsspital St. Gallen, Schweiz, Dr. Johann Blasl, Dr. Franz Hornath, Erika Pühringer, Angela Hüttenberger, Helga Ruprecht und Dr. Fried Mittendorfer.

Wir fahren am Samstag um 11 Uhr in Linz mit einem Bus der Firma Heuberger nach Wien ab. Das Einchecken bei “Emirates“ geht rasch, freundlich und ohne Probleme, obwohl wir dieses Mal auch ein gebrauchtes Absauggerät für unseren Steinraum mitbringen. Für  das Team sind die Koffer und unsere 8  Versorgungskisten mit den notwendigen Materialen und einem Gesamtgewicht 330 kg aufzugeben.  Der Flug nach Dubai ist angenehm, obwohl der „Riesenvogel“ (Airbus A300-800) bis auf den letzten Platz ausgebucht ist.  Von dort geht es mit dem Billig-Ableger „Air Dubai“ ohne Bordservice nach Asmara weiter, wo wir um 07 Uhr in eritreischen Boden betreten und die Einreiseprozedur rasch erledigt ist. Adem, unser Fahrer erwartet uns schon, wir verladen die Gepäckstücke und dann fahren  wir in unserer neues „Sunshine“- Hotel, wo wir noch das Frühstück genießen und kurz warm duschen können. Um 10 Uhr starten wir im IOCCA das allgemeine  Screening, bei dem wir 38 Kinder und beim Stein-Screening im Steinraum 17 Kinder versorgen. Die restliche Mannschaft räumt die Kisten aus und verstaut diese ordnungsgemäß und bereitet für den morgigen OP-Start alles vor. Um 16 Uhr beenden wir das Screening und machen die OP-Planung für die kommenden Tage. Die letzten Teammitglieder verlassen dann nach den restlichen Vorbereitungen um 18 Uhr das IOCCA. Dann gibt es die erste Dienstbesprechung und im Anschluss das wohlverdiente Abendessen im für uns bekannten Restaurant „ Laza“.

Das allmorgendliche Laufen mit Marcus, Hans, Helga und Fried lässt uns die aufwachende Stadt rund um den Präsidentenpalast und die aufgehende Sonne genießen, wobei die Höhenlage uns deutlich zu vermehrtem Atmen bringt. Nach dem guten Frühstück geht es um 07:30 Uhr in das IOCCA. Das Programm sieht für Dienstag 11 Punkten vor, davon operieren der Facharzt Zaino Mazen vom Inselspital Bern gemeinsam mit der Fachärztin Regina Stredele vom Klinikum München: TIP, Fistelverschluss, Cystoskopie und Lithoclast, sowie Marcus mit dem einheimischen Chirurgen Hans: BRACKA I, Meatotomie, Hypospadie-Korrektur . Zugleich behandelt Christa Babst aus Bern unter Mithilfe von Quattro der die Narkose macht, sowie dem einheimischen Kifley und unserer Assistentin Helga 3 Steinkinder mit dem Steinzertrümmerer. Am Nachmittag begutachten wir noch insgesamt 49 Patienten, davon 19 Kinder aus der Steinambulanz. Um 17:45 verlassen die letzten Teammitglieder das IOCCA. Dann Dienstbesprechung und das gemeinsame Abendessen Restaurant „Alba“. In unserem Hotel wird dann noch ein Stamperl „Zibib als Schutzschild“ gegen jedwede Bakterien getrunken.

Am Mittwoch geht es nach dem dem morgendlichen Laufen und dem Frühstück mit unserem Fahrer Adem in das IOCCA. Es folgt von einem Teil der Mannschaft eine kurze Visite der gestern operierten Kinder auf Ward F des „Chinesen-Spitals“ während im OP 2 mit dem Spezialisten aus der Schweiz Zaino Mazen mit Regina Stredele einen großer Punkt – einen Blasenverschluss und -korrektur, der 8 Stunden dauert, operiert wird. Marcus und der jungen schon sehr erfahrene einheimische Chirurg Dr. Hans operieren: TIp, Fistelverschluss, BRACKA II, BlasensteinOP und Meatotomie. Zudem werden 6 Steinbehandlung mit der Stein-Maschine mit der jungen sehr ambitionierten Christa Babst unter Mithilfe von Helga durchgeführt.  Am Nachmittag ist dann wieder Ambulanz für neue und zu kontrollierende Patienten, bei welcher wir 51 Patienten begutachten und vormerken und in der Steinambulanz versorgen wir 14 Patienten. Abendliche Dienstbesprechung und gemeinsames Abendessen in unserem Sunshine Hotel mit der vorzüglichen Lasagne lassen diesen anstrengenden Tag ausklingen.

Nach dem Laufen und Frühstück macht macht das Team am Donnerstag zuerst Visite auf Ward F und findet alle Patienten in einem sehr guten Zustand.  Dieser Tag sieht ein sehr ansprechendes Programm mit 13 Punkten, mit TIP, BRACKA, Fistelveschlüssen, Orchidopexie, Meatotomie, Blasenstein-Operationen und eine Cystografie und 3 MCU-Untersuchungen vor, die von den Chirurgen Mazen und Regina im OP 2 durchgeführt werden.  Die Narkosefachärzte Luki und Franz leisten hervorragende Arbeit, müssen sie doch 3 OP-Säle betreuen -  unter Mithilfe des einheimische Narkosepflegers Szegai. Die beiden Schwestern Erika und Angela sind für die Pflege unserer Kinder sehr beschäftigt und machen einen ganz tollen Job und bringen Freude und Empathie zu unseren Kindern und deren Angehörigen. Christa – die das erste Mal mit uns ist -  und Helga leisten großartige Arbeit im „Steinkammerl“, wo es den ganzen Tag höchst aktiv zugeht. Fried kümmert sich als „Mädchen für Alles“, das alles funktioniert und vorhanden ist und hilft auch wo immer Not am Mann ist. Am Nachmittag werden uns nochmals 24 Kinder  und 12 Steinkinder ambulant vorgestellt, die es gilt in die entsprechenden Warte- und OP-Listen für die nächsten Einsätze einzuplanen (So haben wir bereits Vormerkungen bis 2020). Die letzten Teammitglieder verlassen das IOCCA um 18:30 Uhr und nach einer kurzen  Abendbesprechung sind wir zu einem gepflegten Abendessen mit dem Ärztlichen Direktor Dr. Habteab im noblen Asmara Palace Hotel eingeladen. Er spricht kurze Worte des Dankes und der Anerkennung für unsere Arbeit.

Am Freitag um 05:30 Uhr verlassen leider vorzeitig Regina und Franz eritreischen Boden, weil sie aus familiären Gründen früher zu Hause sein müssen. Nach Lauf und Frühstück beginnen wir um 08 Uhr mit einem OP-Programm von insgesamt 10 Kinder mit 2 Blasensteinoperationen, Klappenblase, Leistenhoden-OP, Meatotomie, TIP, Cystoscopie und Uretherotomie. In dieser Woche machen wir auch insgesamt mit unserem C-Bogen Gerät 6 Röntgenuntersuchungen (Leerbilder und MCU) und auf unserem kleinen Laborgerät und dem Blutgasanalysegerät werden auch etliche Laborproben durchgeführt.  An diesem letzten Tag begutachten wir auch noch 18 Kinder ambulant, hauptsächlich Steinkinder. In der Zwischenzeit sind alle Teammitglieder mit der Inventur unseres Materials beschäftigt. Nach diesem anstrengenden Tag verlassen wir das IOCCA um 17 Uhr und nach der Dienstbesprechung genießen wir im Restaurant Laza Pizzen und Nudelgerichte  und ein Glas Asmara Bier.

Am Samstag fahren wir nach Lauf und Frühstück wieder in das IOCCA und visitieren unsere Kindern und übergeben die Dischargeliste (Entlassungsliste) und Unterlagen an die heimischen Ärzte zur weiteren Behandlung. Zugleich erledigen wir die restlichen Arbeiten und machen das Fluggepäck fertig. Von den Einheimischen werden wir wieder zur gewohnten Coffee-Ceremony eingeladen und dann machen wir einen Ausflug in die Berg- und Hügelwelt nördlich von Asmara und genießen einwenig Ruhe in einem „outdoor-kaffee“. Nach der Rückkehr packen wir unsere Koffer um  um 05 Uhr am Sonntag  werden wir von Adem zum Flughafen gebracht und checken dort rasch und ohne Probleme ein, um dann um 08 Uhr pünktlich Richtung Dubai abzuheben. Hier nehmen wir Abschied von Christa und Mazen, die nach Zürich fliegen und von dort nach Hause fahren. Nach einem längeren Aufenthalt in Dubai fliegen wir nach Wien zurück und landen um 21:15 Uhr sicher.  Der Bus der Firma Heuberger bringt uns in das schon schlafende Linz zurück, das wir gegen 00:30 Uhr erreichen.

In Summe haben wir in dieser verkürzten Woche insgesamt 36 operativ in 4 Tagen versorgt und 12 Steinbehandlungen (also insgesamt 48 Kinder in 3 Operationssälen) und insgesamt haben wir 225 kleine Patienten ambulant behandelt und wir freuen uns schon auf unseren nächsten Einsatz im Dezember 2019, um wieder den vielen Kindern Hilfe angedeihen lassen zu dürfen. 

 

 

 

 

UNSER LETZTER EINSATZ WAR VOM 11.-14. FEBER 2018

Das kleine Team bestand dieses Mal nur aus 2 Personen: Dr. Christian Türk und Dr. Fried Mittendorfer. Wir starten mit dem Miniteam mit der ÖBB und fahren bis zum Flughafen Schwechat, wo uns schon Christian Türk erwartet. Nach dem raschen Einchecken fliegen wir sehr bequem mit der Turkish Airlines nach Istanbul und genießen dort mit Christians Vielfliegerkarte diesen riesigen Loungebereich mit tollen Angeboten und Erholungsmöglichkeiten samt Dusche etc. Nach kurzer Wartezeit und sehr gutem  Komfort und Verpflegung  geht es dann weiter nach Asmara, wo wir um 0100 Uhr afrikanischen Boden betreten und nach den Einreisformalitäten von Adem abgeholt werden.  Um 0200 Uhr können wir uns dann im für uns neuen Sunshine-Hotel im Bett zu Ruhe begeben. Das Hotel ist sehr sauber und alles funktioniert bestens, es gibt vor allem Wasser und dies auch noch ungewohnt heiß! Nach einer kurzen Nacht werden wir dann um 0900 Uhr von Adem abgeholt und zur Klinik in das IOCCA gebracht. Hier räumen wir die mitgebrachten Medicalprodukte und Medikamente aus und ein und vor allem die Ersatzteile für den Lithotripter. Christian beginnt sofort mit der Reparatur des bei unserem letzten Einsatz leider kaputt gegangenen Lithotripters und kann stolz nach 3 Stunden die erfolgreiche Reparatur und den Wechsel des Herzstückes der „Spule“ der Maschine verkünden. Nach letzten Kalibrierungsarbeiten beginnen wir dann wie geplant die einbestellten 7  Kinder zu untersuchen und 5 davon haben wir für das montägliche  OP-Programm auf die Liste genommen. Erfreulich konnten wir feststellen, dass der ärztliche Direktor Dr. Habteab kurz vorbeischaute und sich informierte und dass vor allem die gewünschten beiden Helfer die Herren Kifley und Quattro vor Ort waren, was die Arbeit sehr erleichterte.  Nach letzten Vorbereitungsarbeiten verließen wir dann gegen 1700 Uhr das Hospital und genehmigten uns auf dem Rückweg einen Kaffee in der Sonne im sonntäglich ruhigen Asmara. Im Anschluss gingen wir in das uns bekannte Restaurant Laza und freuten uns auf eine wohlschmeckende Pizza.  
Das  morgendliche Laufen in den beginnenden Tag ist wie immer gekennzeichnet von viel ohne Licht fahrenden Radfahrern, Eselgespannen und Autobussen. Der Montag war mit 4 Steinbehandlungen der erneuerten Steinmaschine zuerst mit den Kindern in Narkose geplant und für die Narkose machten die Einheimischen Quattro und Szegei dies sehr  ordnungsgemäß und Christian konnte die ersten Nierensteine „schießen“. Quattro leistet ungemein gute Arbeit als Narkosefachkraft und Kifley war  wie immer ein großartiger Partner zwischen den Patienten und uns. Christian machte auch ein halbstündiges Teaching mit 8 Medizinstudenten über die Steinbehandlung mit dem Lithotripter und diese jungen Leute zeigten sich sehr interessiert. Die von Archemed  diese Woche tätige Maler- und Anstreicherpartie – die die OP-Vorräume ausmalte – malte kurz auch unseren schmutzig dunklen und fensterlosen ESWL-Raum aus, der dadurch heller und freundlicher wirkt. Insgesamt haben wir dann noch 10 Kinder ambulant begutachtet. Um 17 Uhr verlassen wir das IOCCA und gehen dann zum Abendessen in das nahegelegene "Mar Rossa". Der Dienstag ist leider schon wieder unser letzter Arbeitstag  und startet um 0800 Uhr mit den ersten 2 Steinbehandlungen in Narkose und 1 ohne Narkose. Im Anschluss daran begutachten wir noch 10 Patienten und räumen dann am Nachmittag wieder unsere Büroinfrastruktur und die Medizinprodukte weg und der Lithotripter wird sorgfältig versorgt und in unserem Steinraum abgestellt.
In Summe haben wir in 3 Tagen 7  Steinbehandlungen  und insgesamt begutachteten wir 28 ambulante kleine Patienten. Und vor allem haben wir die Reparatur der ESWL-Maschine problemlos durchführen können und haben mit dem Ärztlichen Direktor vereinbart, dass Herr Szegai in Zukunft wöchentliche kurze Einschaltzyklen der Maschine durchführen wird, um einen neuerlichen Schaden auf dem Lithotripter zu vermeiden.  Mit der Vorfreude auf unseren nächsten offiziellen Einsatz in 4 Wochen  im März fuhren wir mit unserem Fahrer um Mitternacht zum Flughafen und verließen um
0200 Uhr Asmara und erreichten nach dem Aufenthalt in Istanbul  glücklich und dankbar wieder die Heimat in Wien um 11 Uhr und dann ging es nach Hause. 
 

 

 

 

UNSER VORLETZTER EINSATZ WAR VOM 02.-10. DEZEMBER 2017

Das Team bestand aus folgenden Personen: Dr. Marcus Riccabona, Dr. Anne-Karoline Ebert, Universitätsklinik Ulm, Dr. Bernhard Haid, Dr. Christian Türk, Dr. Ludwig Neuner, Dr. Franz Hornath, Erika Pühringer, Brigitte Ortner, Helga Ruprecht und Dr. Fried Mittendorfer.

Wir starten um 11 Uhr am Samstag in Linz mit einem Bus der Firma Heuberger nach Wien, wo das Einchecken bei  der Airline Emirates besonders rasch und komplikationslos verläuft. Schnell sind für 8 Teammitglieder die Koffer und unsere 11 Versorgungskisten mit den notwendigen medizinischen Materialen und einem Gesamtgewicht 350 kg aufgegeben.  Wir haben einen höchst angenehmen Flug nach Dubai und von dort geht es allerdings mit dem Billigableger der Air Dubai ohne Bordservice nach Asmara weiter, wo wir um 07 Uhr eritreischen Boden betreten und die Einreiseprozedur sehr zügig von statten geht. In Dubai hatten wir leider ein Problem mit der Polizei, da diese in der Kiste mit 2 Monitoren „Gefahr gesehen“ hatte; dies konnte nach einer Besichtigung und Erklärung gebannt werden.  Adem, unser Fahrer erwartet uns schon und im Nu sind die Gepäckstücke verladen und es geht gleich ins das Embasoira Hotel, wo wir nach dem Einchecken ein Frühstück genießen. Leider hören wir, dass es derzeit kein Wasser gibt. Um 10 Uhr starten wir im IOCCA das Screening, wobei vorher und zeitgleich die Kisten ausgeräumt und verstaut werden und für den Operationsbeginn am Montag alles vorbereitet wird. Zwischenzeitlich ist auch der Techniker aus Kairo für das Steingerät eingetroffen, der ein Service und die Reparatur des Motors durchführt. Das allgemeine Screening ist dieses Mal sehr schwierig, weil die von uns einberufenen Kinder – wir druckten und versandten im Vorfeld die Patientenlisten – teilweise nicht telefonisch informiert worden waren. Trotzdem erwarten uns die andere neuen Patienten erwartungsvoll. Um 16 Uhr beenden wir das Screening und haben 53 Kinder gesehen und so machen wir die OP-Planung für die kommende Woche. Die letzten Teammitglieder verlassen dann nach Erledigung aller notwendigen Vorbereitungen für den ersten OP-Tag um 18 Uhr das IOCCA dann gibt es die erste Dienstbesprechung und im Anschluss ein Gang zum wohlverdienten Abendessen mit Pizzen und Lasagne im Sunshine-Hotel.

Das allmorgendliche Laufen mit Marcus, Helga und Fried lässt uns die Umgebung von Hotel und Präsidentenpalast und den leuchtenden Vollmond genießen. Wegen der Höhenlage müssen unsere Körpersysteme deutlich mehr leisten. Weil es in unserem Hotel kein Wasser gibt, verwenden wir den guten alten Kübel. Das Programm sieht für Montag 9 Punkten vor, wovon die Ulmerin Universitätsprofessorin Anne Everts mit Bernhard Haid eine Blasenextrophie operieren und einige Stunden beschäftigt sind. Es werden noch Meatotomien, BRACKA I, TIP und Fistelverschlüsse operiert. Am Nachmittag begutachten wir noch insgesamt 49 Patienten. Nach diesem anstrengenden Tag verlassen die letzten Teammitglieder das IOCCA um 18:30 Uhr. Wie immer dann Dienstbesprechung und gemeinsames Abendessen in einer nahegelegenen neuen Pizzeria. Im Anschluss daran lädt Marcus anlässlich seines 25. Einsatzes zu einer selbstgebackenen Sachertorte mit dem obligatorischen Zibib ein und er erzählt von den Anfängen und Anekdoten aus den letzten fast 13 Jahren.

Nach dem Frühstück beschließen wir spontan – nach der nicht eingehaltenen Versprechung des Hotelmanagers, dass es am Morgen Wasser und dieses warm geben werde – einen Wechsel in das besser versorgte Hotel „Savana“. Vorher müssen noch die Koffer gepackt werden und die Rechnungen beglichen werden und dann geht es mit Adem in das IOCCA. Es folgt von einem Teil der Mannschaft eine kurze Visite der gestern operierten Kinder auf Ward F des „Chinesen-Spitals“ während im OP 1 mit Marcus und der neuen jungen aber sehr ambitionierten einheimischen Chirurgin Dr. Nardes das Programm gestartet wird. Es stehen insgesamt 12 Punkte in 3 OP’s am Programm. (BRACKA, Fistelverschlüsse, Krümmungskorrektur, Blasenstein-OP und 5 Steinbehandlung mit der Stein-Maschine). Am Nachmittag ist dann wieder Ambulanz für neue und zu kontrollierende Patienten, bei welcher wir 32 Patienten begutachten und vormerken. Abendliche Dienstbesprechung und gemeinsames Abendessen.

Am Mittwoch macht ein Team Visite auf Ward F und D, während Marcus und Fried einen Gesprächstermin beim Ärztlichen Leiter Dr. Habteab wegen einiger akuter Probleme (z.B. die Narkoseversorgung mit einheimischen Kräften und Screening mit geeigneterem Personal) haben. Dieser Tag sieht ein sehr ansprechendes Programm 14 Punkten, mit TIP, BRACKA, Palomo, Blasenstein- und Nierenstein-Operationen und eine Uretero-Pyelografie und 2 MCU-Untersuchungen vor, die von den Chirurgen Anne und Bernhard im OP 2 durchgeführt werden.  Die Narkosefachärzte Luki und Franz leisten hervorragende Arbeit, gilt es doch 3 OP-Säle zu bedienen und der einheimische Narkosepfleger Quattro steht wegen seiner Ausbildung leider auch nicht mehr zur Verfügung. Die beiden Schwestern Erika und Brigitte sind für die Pflege unserer Kinder sehr beschäftigt und machen einen ganz tollen Job. Christian und Helga leisten ganze Arbeit im „Steinkammerl“, wo es rund um die Uhr höchst aktiv zugeht. Der am Sonntag aus Cairo eingeflogene Techniker Wael repariert einen kleineren Fehler (Steppermotor) der Steinmaschine und macht ein großes Service und hilft in den folgenden Tagen bis Dienstag auch tatkräftig beim Lithotripter mit. Der Dank gebührt hier einmal mehr der Frau Dr. Storz von der bekannten Firma Storz-Medical, die uns die Ersatzteile günstig lieferte und die Einsatzkosten des Technikers gesponsert hatte. Fried kümmert sich als „Mädchen für Alles“, das alles funktioniert und vorhanden ist und hilft auch wo immer Not am Mann ist. Am Nachmittag werden uns nochmals 34 Kinder ambulant vorgestellt, die es gilt in die entsprechenden Warte- und OP-Listen für die nächsten Einsätze einzuplanen. Die letzten Teammitglieder verlassen das IOCCA um 17:30 Uhr und nach der Abendbesprechung gibt es ein Abendessen mit einem kleinen kühlen Asmara-Bier.

Am Donnerstag sind insgesamt 17 Kinder geplant mit 2 Blasensteinoperation (mit einem hühnereigroßen Stein von 5 cm), BRACK A I und II, Splint- Entfernungen, Klappenblase, Leistenhoden OP, Meatomie und 6 Steinbehandlungen. In dieser Woche machen wir auch insgesamt mit unserem C-Bogen Gerät 6 Röntgenuntersuchungen (Leerbilder und MCU) und auf unserem kleinen Laborgerät und dem Blutgasanalysegerät werden auch etliche Laborproben gemacht. Nach diesem anstrengenden Tag verlassen wir das IOCCA um 18 Uhr und nach der Dienstbesprechung genießen wir Pizzen und einige Gläser Bier.

Der Freitag beginnt leider mit der Mitteilung, dass es auch im unserem neuen Hotel kein Wasser gibt, weil mit dem kommenden Wochenende angeblich alle privaten Hotels aus finanztechnischen Gründen schließen müssen und damit auch die Wasserversorgung eingestellt wurde. Nach dem Laufen improvisieren wir mit Mineralwasser, gewärmt im mitgebrachten Teekocher. Es sind 12 Patienten geplant (Tubularisierung, TIP, BRACKA, Meatotomie, Fistelverschluss, Lithoclast, inguinale Exploration und 4 Steinbehandlungen) und in der Ambulanz machen wir noch bei 20 Patienten Ultraschallkontrollen. Leider bricht unsere Steinmaschine vor den letzten 3 kleinen Patienten, sodass nicht mehr behandelt werden kann und im März Einsatz eine neuerliche Reparatur mit dem Ersatz des Herzen der Maschine, die sogenannte Spule zu einem Nuepreis von € 15.000,-- (ohne Reparaturkosten) durchgeführt werden muss. Wir verlassen dann um 16 Uhr IOCCA Richtung Hotel zurück, wo es erfreulicherweise wieder Wasser zum Duschen gibt. Es folgt noch die Dienstbesprechung und das gemeinsame Abendessen.

Am Samstag wird am Vormittag noch visiert, kontrolliert und Kinder entlassen und die noch stationär verbliebenen Kinder mit der jungen chirurgischen Kollegin Frau Dr. Nardes als Ersatz für Dr. Hans, besprochen. Es werden die letzten Materialien eingepackt und die Inventur abgeschlossen und unsere fertig gepackten Kisten an unseren Fahrer Adem zum Flughafentransport übergeben. Die Einheimischen laden uns dann um 11 Uhr zur sehr stimmungsvollen Kaffeezeremonie mit einer "Wiedergutmachungstorte“ unseres Hotelmanagers und frisch geröstetem Kaffee ein, ehe wir dann zu einer kleinen Ausflugsfahrt mit Adem in die Berge in den Norden mit den beeindruckenden von den Chinesen erbauten Straßen unternehmen und an einem kleinen privaten „Landcaffee“ herzlich bewirtet werden und dann geht es bei herrlichem Sonnenschein wieder zurück in das Hotel. Am Abend sind wir vom Ärztlichen Leiter zu einem gemeinsamen Abendessen in dem besten und schönsten Hotel von Asmara dem „Asmara Palast“ eingeladen, wo wir noch viele Details mit ihm klären und besprechen können und er uns seinen Dank ausspricht. Nach der Rückkehr werden die Koffer gepackt. Um 0530 Uhr werden wir von Adem zum Flughafen abgeholt und checken dort zügig und ohne Probleme ein, um dann um 08 Uhr pünktlich Richtung Dubai abzuheben. Hier nehmen wir Abschied von Anne, die nach München fliegt und von dort nach Hause fährt. Nach einem längeren Aufenthalt in Dubai fliegen wir nach Wien zurück und landen um 20 Uhr sicher.  Der Bus der Firma Heuberger bringt uns in ein verschneite Linz zurück, das wir gegen 22:30 Uhr erreichen.

In Summe haben wir in dieser Woche insgesamt 42 operativ in 5 Tagen versorgt und 22 Steinbehandlungen (also insgesamt 64 Kinder in 3 Operationsälen) und insgesamt begutachteten wir 206 ambulante kleine Patienten.

Mit vielen Eindrücken kehren wir sehr dankbar und glücklich zu unseren Familien zurück und freuen uns bereits auf den nächsten Einsatz im März 2018 in Eritrea um wieder den Ärmsten der Armen, den Kindern in Eritrea, helfen zu dürfen.

 

 

 

REPORT - DEZEMBER 2016 - JOHANNA WÖSS:

Die Studentin für Journalismus und Public Relations (PR) Johanna Wöss war bei unserem letzten Einsatz im Dezember 2016 in Asmara mit dabei und hat den folgenden interessanten Report gemacht:

 

REPORT WÖSS DEC. 2016
Eine journalistische Reportage von Johanna Wöss, Graz, vom Einsatz im Dezember 2016.
ReportWoess217.pdf (914.21KB)
REPORT WÖSS DEC. 2016
Eine journalistische Reportage von Johanna Wöss, Graz, vom Einsatz im Dezember 2016.
ReportWoess217.pdf (914.21KB)

 

Auszeichnung für em. Univ.-Doz. Dr. Marcus Riccabona:

 

Marcus Riccabona erhielt am Montag, 28. November 2016 aus den Händen von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer den Erwin-Wenzl-Ehrenpreis 2017 für sein Lebenswerk. Bisher erhielten prominente Oberösterreicher diese Auszeichnung, wie GD Dr. Dinonys Lehner, Univ. Prof. Dr. Peter Oberndorfer und Alt-Bischof Dr. Maximillian Aichern,  um nur Einige zu nennen. Wir gratulieren sehr herzlich.

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DANK AN FRAU DR. h. c. mult. SYBILL STORZ für LITHOTRIPTER:

Dr. Marcus Riccabona und Dr. Fried Mittendorfer fuhren am 31. März 2016 in das baden-württembergische Tuttlingen, um sich persönlich bei Frau Dr. h.c. mult. Sybill Storz, der großherzigen Unternehmerin, die die medizin-technische Fachfirma Storz-Medical in Tuttlingen als Familienunternehmen führt, zu bedanken. Wir bekamen  von ihr einen gebrauchten, aber neuwertigen Lithotripter ("Steinmaschine") für unsere Arbeit in Eritrea. Beim ersten Einsatz im Dezember 2015 konnten wir damit bereits 10 Kinder erfolgreich behandeln. 1.000-fachen Dank sehr geehrte Frau Dr. Storz dafür. Auf dem Foto bei der Übergabe kleiner Erinnerungsgeschenke aus Eritrea mit Dr. Storz (links) Dr. Riccabona und Petra Grathwohl, der stellvertretenden Abteilungsleiterin für Marketing Urologie in Europa (rechts). 

 

 

 

 

RÖNTGENGERÄT - SPENDE DER FIRMA SIEMENS-MEDIZINTECHNIK:

Die Firma Siemens Healthcare, Linz hat uns am 01. März 2016 für das Projekt im IOCCA-Hospital in der Hauptstadt Asmara ein fahrbares, gebrauchtes und generalüberholtes Röntgengerät "Siremobil Compact L" als Geschenk zur Verfügung gestellt, dass damit die beiden schon über 20 Jahre alten Geräte ersetzen wird. Der Serviceleiter Ing. Christian Brandt hat uns das Gerät übergeben, welches dann mit dem nächsten Container von Deutschland aus nach Afrika den Seeweg antreten wird. Wir sagen ganz herzlich DANKESCHÖN!

 

 

 

 

 

 


 

 

VERNISSAGE DR. JUNICK, WIEN - € 1.500,-- SPENDE

Frau Dr. Silvia Junick, 1140 Wien, veranstaltete am 15.11.2015 wie alljährlich eine tolle Vernissage und spendete den Verkaufserlös von € 1.500,-- für unser Projekt! Allerherzlichsten Dank und alles Gute!