P A E D I A T R I C    U R O L O G Y   T E A M

Austria for Eritrea

UNSER LETZTER EINSATZ WAR VOM 02.-10. DEZEMBER 2017

Das Team bestand aus folgenden Personen: Dr. Marcus Riccabona, Dr. Anne-Karoline Ebert, Universitätsklinik Ulm, Dr. Bernhard Haid, Dr. Christian Türk, Dr. Ludwig Neuner, Dr. Franz Hornath, Erika Pühringer, Brigitte Ortner, Helga Ruprecht und Dr. Fried Mittendorfer.

Wir starten um 11 Uhr am Samstag in Linz mit einem Bus der Firma Heuberger nach Wien, wo das Einchecken bei  der Airline Emirates besonders rasch und komplikationslos verläuft. Schnell sind für 8 Teammitglieder die Koffer und unsere 11 Versorgungskisten mit den notwendigen medizinischen Materialen und einem Gesamtgewicht 350 kg aufgegeben.  Wir haben einen höchst angenehmen Flug nach Dubai und von dort geht es allerdings mit dem Billigableger der Air Dubai ohne Bordservice nach Asmara weiter, wo wir um 07 Uhr eritreischen Boden betreten und die Einreiseprozedur sehr zügig von statten geht. In Dubai hatten wir leider ein Problem mit der Polizei, da diese in der Kiste mit 2 Monitoren „Gefahr gesehen“ hatte; dies konnte nach einer Besichtigung und Erklärung gebannt werden.  Adem, unser Fahrer erwartet uns schon und im Nu sind die Gepäckstücke verladen und es geht gleich ins das Embasoira Hotel, wo wir nach dem Einchecken ein Frühstück genießen. Leider hören wir, dass es derzeit kein Wasser gibt. Um 10 Uhr starten wir im IOCCA das Screening, wobei vorher und zeitgleich die Kisten ausgeräumt und verstaut werden und für den Operationsbeginn am Montag alles vorbereitet wird. Zwischenzeitlich ist auch der Techniker aus Kairo für das Steingerät eingetroffen, der ein Service und die Reparatur des Motors durchführt. Das allgemeine Screening ist dieses Mal sehr schwierig, weil die von uns einberufenen Kinder – wir druckten und versandten im Vorfeld die Patientenlisten – teilweise nicht telefonisch informiert worden waren. Trotzdem erwarten uns die andere neuen Patienten erwartungsvoll. Um 16 Uhr beenden wir das Screening und haben 53 Kinder gesehen und so machen wir die OP-Planung für die kommende Woche. Die letzten Teammitglieder verlassen dann nach Erledigung aller notwendigen Vorbereitungen für den ersten OP-Tag um 18 Uhr das IOCCA dann gibt es die erste Dienstbesprechung und im Anschluss ein Gang zum wohlverdienten Abendessen mit Pizzen und Lasagne im Sunshine-Hotel.

Das allmorgendliche Laufen mit Marcus, Helga und Fried lässt uns die Umgebung von Hotel und Präsidentenpalast und den leuchtenden Vollmond genießen. Wegen der Höhenlage müssen unsere Körpersysteme deutlich mehr leisten. Weil es in unserem Hotel kein Wasser gibt, verwenden wir den guten alten Kübel. Das Programm sieht für Montag 9 Punkten vor, wovon die Ulmerin Universitätsprofessorin Anne Everts mit Bernhard Haid eine Blasenextrophie operieren und einige Stunden beschäftigt sind. Es werden noch Meatotomien, BRACKA I, TIP und Fistelverschlüsse operiert. Am Nachmittag begutachten wir noch insgesamt 49 Patienten. Nach diesem anstrengenden Tag verlassen die letzten Teammitglieder das IOCCA um 18:30 Uhr. Wie immer dann Dienstbesprechung und gemeinsames Abendessen in einer nahegelegenen neuen Pizzeria. Im Anschluss daran lädt Marcus anlässlich seines 25. Einsatzes zu einer selbstgebackenen Sachertorte mit dem obligatorischen Zibib ein und er erzählt von den Anfängen und Anekdoten aus den letzten fast 13 Jahren.

Nach dem Frühstück beschließen wir spontan – nach der nicht eingehaltenen Versprechung des Hotelmanagers, dass es am Morgen Wasser und dieses warm geben werde – einen Wechsel in das besser versorgte Hotel „Savana“. Vorher müssen noch die Koffer gepackt werden und die Rechnungen beglichen werden und dann geht es mit Adem in das IOCCA. Es folgt von einem Teil der Mannschaft eine kurze Visite der gestern operierten Kinder auf Ward F des „Chinesen-Spitals“ während im OP 1 mit Marcus und der neuen jungen aber sehr ambitionierten einheimischen Chirurgin Dr. Nardes das Programm gestartet wird. Es stehen insgesamt 12 Punkte in 3 OP’s am Programm. (BRACKA, Fistelverschlüsse, Krümmungskorrektur, Blasenstein-OP und 5 Steinbehandlung mit der Stein-Maschine). Am Nachmittag ist dann wieder Ambulanz für neue und zu kontrollierende Patienten, bei welcher wir 32 Patienten begutachten und vormerken. Abendliche Dienstbesprechung und gemeinsames Abendessen.

Am Mittwoch macht ein Team Visite auf Ward F und D, während Marcus und Fried einen Gesprächstermin beim Ärztlichen Leiter Dr. Habteab wegen einiger akuter Probleme (z.B. die Narkoseversorgung mit einheimischen Kräften und Screening mit geeigneterem Personal) haben. Dieser Tag sieht ein sehr ansprechendes Programm 14 Punkten, mit TIP, BRACKA, Palomo, Blasenstein- und Nierenstein-Operationen und eine Uretero-Pyelografie und 2 MCU-Untersuchungen vor, die von den Chirurgen Anne und Bernhard im OP 2 durchgeführt werden.  Die Narkosefachärzte Luki und Franz leisten hervorragende Arbeit, gilt es doch 3 OP-Säle zu bedienen und der einheimische Narkosepfleger Quattro steht wegen seiner Ausbildung leider auch nicht mehr zur Verfügung. Die beiden Schwestern Erika und Brigitte sind für die Pflege unserer Kinder sehr beschäftigt und machen einen ganz tollen Job. Christian und Helga leisten ganze Arbeit im „Steinkammerl“, wo es rund um die Uhr höchst aktiv zugeht. Der am Sonntag aus Cairo eingeflogene Techniker Wael repariert einen kleineren Fehler (Steppermotor) der Steinmaschine und macht ein großes Service und hilft in den folgenden Tagen bis Dienstag auch tatkräftig beim Lithotripter mit. Der Dank gebührt hier einmal mehr der Frau Dr. Storz von der bekannten Firma Storz-Medical, die uns die Ersatzteile günstig lieferte und die Einsatzkosten des Technikers gesponsert hatte. Fried kümmert sich als „Mädchen für Alles“, das alles funktioniert und vorhanden ist und hilft auch wo immer Not am Mann ist. Am Nachmittag werden uns nochmals 34 Kinder ambulant vorgestellt, die es gilt in die entsprechenden Warte- und OP-Listen für die nächsten Einsätze einzuplanen. Die letzten Teammitglieder verlassen das IOCCA um 17:30 Uhr und nach der Abendbesprechung gibt es ein Abendessen mit einem kleinen kühlen Asmara-Bier.

Am Donnerstag sind insgesamt 17 Kinder geplant mit 2 Blasensteinoperation (mit einem hühnereigroßen Stein von 5 cm), BRACK A I und II, Splint- Entfernungen, Klappenblase, Leistenhoden OP, Meatomie und 6 Steinbehandlungen. In dieser Woche machen wir auch insgesamt mit unserem C-Bogen Gerät 6 Röntgenuntersuchungen (Leerbilder und MCU) und auf unserem kleinen Laborgerät und dem Blutgasanalysegerät werden auch etliche Laborproben gemacht. Nach diesem anstrengenden Tag verlassen wir das IOCCA um 18 Uhr und nach der Dienstbesprechung genießen wir Pizzen und einige Gläser Bier.

Der Freitag beginnt leider mit der Mitteilung, dass es auch im unserem neuen Hotel kein Wasser gibt, weil mit dem kommenden Wochenende angeblich alle privaten Hotels aus finanztechnischen Gründen schließen müssen und damit auch die Wasserversorgung eingestellt wurde. Nach dem Laufen improvisieren wir mit Mineralwasser, gewärmt im mitgebrachten Teekocher. Es sind 12 Patienten geplant (Tubularisierung, TIP, BRACKA, Meatotomie, Fistelverschluss, Lithoclast, inguinale Exploration und 4 Steinbehandlungen) und in der Ambulanz machen wir noch bei 20 Patienten Ultraschallkontrollen. Leider bricht unsere Steinmaschine vor den letzten 3 kleinen Patienten, sodass nicht mehr behandelt werden kann und im März Einsatz eine neuerliche Reparatur mit dem Ersatz des Herzen der Maschine, die sogenannte Spule zu einem Nuepreis von € 15.000,-- (ohne Reparaturkosten) durchgeführt werden muss. Wir verlassen dann um 16 Uhr IOCCA Richtung Hotel zurück, wo es erfreulicherweise wieder Wasser zum Duschen gibt. Es folgt noch die Dienstbesprechung und das gemeinsame Abendessen.

Am Samstag wird am Vormittag noch visiert, kontrolliert und Kinder entlassen und die noch stationär verbliebenen Kinder mit der jungen chirurgischen Kollegin Frau Dr. Nardes als Ersatz für Dr. Hans, besprochen. Es werden die letzten Materialien eingepackt und die Inventur abgeschlossen und unsere fertig gepackten Kisten an unseren Fahrer Adem zum Flughafentransport übergeben. Die Einheimischen laden uns dann um 11 Uhr zur sehr stimmungsvollen Kaffeezeremonie mit einer "Wiedergutmachungstorte“ unseres Hotelmanagers und frisch geröstetem Kaffee ein, ehe wir dann zu einer kleinen Ausflugsfahrt mit Adem in die Berge in den Norden mit den beeindruckenden von den Chinesen erbauten Straßen unternehmen und an einem kleinen privaten „Landcaffee“ herzlich bewirtet werden und dann geht es bei herrlichem Sonnenschein wieder zurück in das Hotel. Am Abend sind wir vom Ärztlichen Leiter zu einem gemeinsamen Abendessen in dem besten und schönsten Hotel von Asmara dem „Asmara Palast“ eingeladen, wo wir noch viele Details mit ihm klären und besprechen können und er uns seinen Dank ausspricht. Nach der Rückkehr werden die Koffer gepackt. Um 0530 Uhr werden wir von Adem zum Flughafen abgeholt und checken dort zügig und ohne Probleme ein, um dann um 08 Uhr pünktlich Richtung Dubai abzuheben. Hier nehmen wir Abschied von Anne, die nach München fliegt und von dort nach Hause fährt. Nach einem längeren Aufenthalt in Dubai fliegen wir nach Wien zurück und landen um 20 Uhr sicher.  Der Bus der Firma Heuberger bringt uns in ein verschneite Linz zurück, das wir gegen 22:30 Uhr erreichen.

In Summe haben wir in dieser Woche insgesamt 42 operativ in 5 Tagen versorgt und 22 Steinbehandlungen (also insgesamt 64 Kinder in 3 Operationsälen) und insgesamt begutachteten wir 206 ambulante kleine Patienten.

Mit vielen Eindrücken kehren wir sehr dankbar und glücklich zu unseren Familien zurück und freuen uns bereits auf den nächsten Einsatz im März 2018 in Eritrea um wieder den Ärmsten der Armen, den Kindern in Eritrea, helfen zu dürfen.

 

UNSER VORLETZTER EINSATZ WAR VOM 04. - 12. APRIL 2017:

Das Team bestand aus Dr. Marcus Riccabona, Dr. Tanja Becker, Dr. Lisa Wagenhuber, Dr. Felix Blasl, Dr. Hans Blasl, Dr. Hornath Franz, Erika Pühringer, Angela Hüttenberger und Dr. Fried Mittendorfer.

Wir starten den Einsatz am Dienstag um 10:00 Uhr in Linz, von wo uns die Firma Heuberger wie immer sicher nach Wien bringt. Das Einchecken bei Turkish Air geschieht problemlos. Es werden 8 Teammitglieder mit 8 Koffern und 10 Alukisten mit medizinischem Material etc. und einem Gewicht von 310 Kg registriert. Der Flug nach Istanbul ist problemlos und wir reisen gemeinsam mit dem Herrn Altbundespräsidenten Heinz Fischer und dem ehemaligen ÖVP-Obmann Erhard Busek und einem ORF-Fernsehteam, das zu einer „Marmara-Konferenz“ reist. Zur gleichen Zeit fliegt Felix von Stuttgart nach Istanbul, wo wir uns dann treffen und nach 2 Stunden geht es bereits weiter - mit einem kurzen Zwischenstopp in Taif - nach Asmara, wo wir pünktlich um 02:00 Uhr landen. Die Einreiseprozedur ist diese Mal schleppend und langwieriger, aber Adem unserer Fahrer wartet schon und im Nu sind dann die Gepäckstücke verladen und es geht gleich ins das Embasoira Hotel, wo wir nach dem Einchecken schließlich um 04:00 Uhr früh einige Stunden Schlaf genießen dürfen. Für 10 Uhr ist das gemeinsame Frühstück angesetzt und dann geht es in die Klinik, wo uns schon das Personal und die Kinder freudig erwarten und begrüßen. Dieser Tag ist ein hoher Feiertag der Orthodoxie mit Palmwedel-Umzug (ähnlich Palmsonntag). Nach einer kurzen Vorbereitung beginnt ein Teil der Mannschaft mit dem Screening von 55 Kindern, die dann im Anschluss für OP-Planung der nächsten 5 OP-Tage eingeteilt werden. Der Rest der Mannschaft räumt die mitgebrachten Güter aus und in unsere vorhandenen Kästen ein.  Die letzten Teammitglieder verlassen nach Erledigung aller notwendigen Vorbereitungen für den ersten OP-Tag um 17 Uhr das IOCCA und um 19 Uhr gibt es noch eine erste Dienstbesprechung und im Anschluss geht es zum wohlverdienten Abendessen mit Pizzen, Fisch und Nudelgerichten.

Das allmorgendliche Laufen mit Marcus, Hans, Felix und Fried lässt die Umgebung von Hotel und Hospital kennenlernen und wegen der Höhenlage auch unsere Körpersysteme deutlich mehr leisten. Leider gibt es täglich Wasser- und Stromabschaltungen in Asmara, sodass das Duschen oder gar mit Warmwasser sehr erschwert ist. Und der Donnerstag sieht ein Programm mit 12 Punkten vor (Meatotomien, BRACKA, Paloma, TIP und Cystoskopien) und 4 Röntgen (MCU und Pyelogramme) vor. Am Nachmittag begutachten wir noch insgesamt 36 Patienten. Nach diesem anstrengenden Tag verlassen die letzten Teammitglieder das IOCCA um 18 Uhr. Wie immer im Anschluss Dienstbesprechung und gemeinsames Abendessen im nahegelegenen Restaurant, wo es die besten Lasgane‘s gibt. Nach dem Frühstück werden wir wie immer von Adem vom Hotel abgeholt und zum IOCCA gebracht, wo ein Teil der Mannschaft die gestern operierten Kinder auf Ward F des „Chinesen-Spitals“ visiert, während im OP 2 das Programm gestartet wird. Es stehen insgesamt 13 Punkte in 3 OP’s am Programm. (BRACKA, Fistelverschlüsse, Paloma, Blasensteine, Meatotomie, TIP und 3 Steinbehandlung mit der „Stein-Maschine“). Am Nachmittag ist dann wieder Ambulanz für neue Patienten, bei welcher wir 36 Patienten begutachten und vormerken. Abendliche Besprechung und gemeinsames Abendessen und der täglichen „verordneten“ 20 ml „Zibib-Medication“ (einheimischer Schnaps) beenden diesen Tag.

Der Freitag sieht ein sehr ansprechendes Programm 12 Punkten, mit TIP, BRACKA, Palomo, Blasenstein- und Nierenstein-Operationen und eine Uretero-Pyelografie vor, das von den Chirurgen Marcus und dem Einheimischen Hans im OP I und Tanja und Lisa im OP II und Felix im OP III (Steinraum) perfekt gemeistert wird. Die Narkoseärzte Hans und Franz leisten hervorragende Arbeit, gilt es doch 3 OP-Säle zu bedienen, da der geplante einheimische Quattro wegen Fortbildung nicht zur Verfügung steht. Die beiden Schwestern Erika und Angela sind für die Pflege unserer Kindern sehr beschäftigt und machen einen tollen Job. Fried kümmert sich als „Mädchen für Alles“, das „das

Werkl“ funktioniert und alles vorhanden ist und hilft auch wo immer Not am Mann ist. Am Nachmittag werden uns nochmals 34 Kinder ambulant vorgestellt, die es gilt in die entsprechenden Warte- und OP-Listen für die nächsten Einsätze einzuplanen. Die letzten Teammitglieder verlassen das IOCCA um 17:30 Uhr und nehmen den Rückweg über die belebte Hauptstadt und nach der Abendbesprechung gibt es ein Abendessen mit einem kleinen kühlen Asmara-Bier und es wird auf eine kleine Premiere -  Vater und Sohn Blasl bestreiten die erste gemeinsame Operation als Operateur und Narkosearzt - angestoßen.

Am Samstag sind 13 Patienten geplant (Steinextraktionen, Tubularisierung, TIP, BRACKA, Meatotomie) und es in der Ambulanz begutachten wir noch 2 Patienten. Wir verlassen dann um 15 Uhr IOCCA und fahren zum Hotel zurück, wo wir uns duschen, umziehen und in die heiße (um 35 Grad) am Meer gelegene Hafenstadt Massawa mit Adems Bus fahren. Nach 2 Stunden zum Teil abenteuerlicher Fahrt über die Berge, bei welcher wir Kamele und Affen in freie Wildbahn sehen und ebenso den Esel als Transportmittel vor allem für Wasser. Wir erreichen die schöne Stadt und beziehen das Central- Hotel und gehen zum Fisch-Abendessen und einem anschließenden kurzen Rundgang der Stadt.
Am Sonntag besichtigen wir die leider sehr heruntergekommene Altstadt und dann geht es zum wunderschönen Strand, wo wir
 das angenehme Baden im Roten Meer genießen.  Auf dem Rückweg, der wegen der zu erklimmenden Höhe von Asmara (2.300 m) fast 3 Stunden dauert, machen wir kurze Stopps bei Straßenverkäufern für den Genuss einer frischen Melone und dem Kauf von frischem Honig und Zitrusfrüchten. Nach der Ankunft in Asmara gibt es noch die ersehnte Erholung bis zum gemeinsamen Abendessen.

Der Montag plant 13 Eingriffe (ESWL, Blasenstein-OP, BRACKA, TIP, Matthieu, Bougierung und Wechsel von DJ) und am Nachmittag machen wir nochmals eine anstrengende Ambulanz mit insgesamt 43 Kindern (geplant waren 9 Kinder). Die Mannschaft verlässt um 16:30 Uhr das IOCCA und wir besuchen noch kurz den Gewürz- und Gemüsemarkt in der Stadt. Nach der obligaten Abendbesprechung geht es dann zum gemeinsamen Abendessen in das von Schweizern geführte Restaurant „Sikomoro“ und folgen damit einer Einladung des Ärztlichen Leiters Dr. Habteab, der sich für die geleistete Arbeit bedankt.

Für den  letzten Operationstag am Dienstag haben wir ein Programm  mit 9 Punkten in 3 OP-Sälen vor. (TIP, BRACKA, Mathieu, Fistelverschlüsse, Klappenschlitzung und 1 Steinbehandlung, wobei leider die Steinmaschine unvermittelt mit einem vermutlichen Motorschaden nicht mehr einsetzbar ist). Nach dem Eintreffen im IOCCA wird die Abschlussvisite durchgeführt und wir stellen erfreut fest, dass es allen Kindern gut geht. Für den weiteren Verlauf wird Dr. Hans eine exakte Behandlungs- und Entlassungsliste übergeben.

In der Ambulanz begutachten wir nochmals 17 Kinder und der Tag endet um 16 Uhr.  Mittags holt Adem unsere leeren Transportkisten für den Rückflug ab. Vorher sind wir noch von den Einheimischen zur traditionellen Coffee-Zeremonie im IOCCA eingeladen und nach der gewohnten Abendbesprechung gehen wir früher zum Abendessen.  Dann folgt eine kurze Nacht, da wir um 01:00 Uhr mit Sack und Pack von Adem zum Flughafen gefahren werden. Nach den Ausreiseformalitäten fliegen wir um 03:15 Uhr nach Istanbul, wo um 09:35 ankommen. Mit uns fliegt eine 120 köpfige Pilgergruppe (ältere Frauen in traditioneller schöner Tracht mit weißen Tüchern), die anlässlich der Osterfeiertage nach Jerusalem reist.  In Istanbul heißt es Abschied nehmen von Felix Blasl, der nach Stuttgart fliegt. Wir fliegen um 12:00 Uhr ab und landen wohlbehalten in Wien um 13:15 Uhr, wo schon der Bus der Firma Heuberger wartet und uns zurück nach Linz bringt, das wir m 16:00 Uhr erreichen.

In Summe haben wir insgesamt 47 operativ in 5 Tagen versorgt und  13 Steinbehandlungen (also insgesamt 60 Kinder in 3 Operationsälen) und insgesamt begutachteten wir 178 ambulante kleine Patienten.

Mit vielen beglückenden Eindrücken kehren wir wieder dankbar, aber müde zu unseren Familien zurück und freuen uns bereits auf den nächsten Einsatz in Eritrea um wieder den Ärmsten der Armen, den Kindern in Eritrea, helfen zu dürfen.

 

REPORT - DEZEMBER 2016 - JOHANNA WÖSS:

Die Studentin für Journalismus und Public Relations (PR) Johanna Wöss war bei unserem letzten Einsatz im Dezember 2016 in Asmara mit dabei und hat den folgenden interessanten Report gemacht:

 

REPORT WÖSS DEC. 2016
Eine journalistische Reportage von Johanna Wöss, Graz, vom Einsatz im Dezember 2016.
ReportWoess217.pdf (914.21KB)
REPORT WÖSS DEC. 2016
Eine journalistische Reportage von Johanna Wöss, Graz, vom Einsatz im Dezember 2016.
ReportWoess217.pdf (914.21KB)

 

Auszeichnung für em. Univ.-Doz. Dr. Marcus Riccabona:

 

Marcus Riccabona erhielt am Montag, 28. November 2016 aus den Händen von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer den Erwin-Wenzl-Ehrenpreis 2017 für sein Lebenswerk. Bisher erhielten prominente Oberösterreicher diese Auszeichnung, wie GD Dr. Dinonys Lehner, Univ. Prof. Dr. Peter Oberndorfer und Alt-Bischof Dr. Maximillian Aichern,  um nur Einige zu nennen. Wir gratulieren sehr herzlich.

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DANK AN FRAU DR. h. c. mult. SYBILL STORZ für LITHOTRIPTER:

Dr. Marcus Riccabona und Dr. Fried Mittendorfer fuhren am 31. März 2016 in das baden-württembergische Tuttlingen, um sich persönlich bei Frau Dr. h.c. mult. Sybill Storz, der großherzigen Unternehmerin, die die medizin-technische Fachfirma Storz-Medical in Tuttlingen als Familienunternehmen führt, zu bedanken. Wir bekamen  von ihr einen gebrauchten, aber neuwertigen Lithotripter ("Steinmaschine") für unsere Arbeit in Eritrea. Beim ersten Einsatz im Dezember 2015 konnten wir damit bereits 10 Kinder erfolgreich behandeln. 1.000-fachen Dank sehr geehrte Frau Dr. Storz dafür. Auf dem Foto bei der Übergabe kleiner Erinnerungsgeschenke aus Eritrea mit Dr. Storz (links) Dr. Riccabona und Petra Grathwohl, der stellvertretenden Abteilungsleiterin für Marketing Urologie in Europa (rechts). 

 

 

 

 

RÖNTGENGERÄT - SPENDE DER FIRMA SIEMENS-MEDIZINTECHNIK:

Die Firma Siemens Healthcare, Linz hat uns am 01. März 2016 für das Projekt im IOCCA-Hospital in der Hauptstadt Asmara ein fahrbares, gebrauchtes und generalüberholtes Röntgengerät "Siremobil Compact L" als Geschenk zur Verfügung gestellt, dass damit die beiden schon über 20 Jahre alten Geräte ersetzen wird. Der Serviceleiter Ing. Christian Brandt hat uns das Gerät übergeben, welches dann mit dem nächsten Container von Deutschland aus nach Afrika den Seeweg antreten wird. Wir sagen ganz herzlich DANKESCHÖN!

 

 

 

 

 

 


 

 

VERNISSAGE DR. JUNICK, WIEN - € 1.500,-- SPENDE

Frau Dr. Silvia Junick, 1140 Wien, veranstaltete am 15.11.2015 wie alljährlich eine tolle Vernissage und spendete den Verkaufserlös von € 1.500,-- für unser Projekt! Allerherzlichsten Dank und alles Gute!