Austria for Eritrea


EINSATZ VOM 25.04. BIS 02.05.2020    ABGESAGT!!



Das Team besteht aus folgenden Personen: Dr. Marcus Riccabona, Linz, Dr. Anne-Karoline Ebert, Kinderurologie Univ. KLinikum Ulm, Dr. Regina Stredele, LMU München, Dr. Hans Blasl, Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien, Dr. Julia Gerzer, Krankenhaus Schwarzach-St. Veit, Dr. Felix Blasl-King, Urologie Klinikum Stuttgart, Erika PÜhringer und Angela Hüttenberger, Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz,  Wolfgang Habringer, Vöcklabruck, Helga Ruprecht, ÖEG Krankenhaus Kirchdorf/Krems und Dr. Fried Mittendorfer, Klaus.


Während unseres letzten Einsatzes im November 2029 ist plötzlich und unerwartet der Kassier unseres gemeinnützigen Vereins, der große Förderer und Freund Herr Generaldirektor der HYPOBank Linz Dr. Andreas Mitterlehner viel zu früh mit 58 Jahren gestorben. Wir sind tief betroffen und getroffen. Er wird in unseren Gedanken immer mit unserer Arbeit verbunden sein. DANKE. 


Die Medizintechnikfirma MOSITECH, in Dornbirn

hat uns für unsere Operations-Instrumente in Asmara neue Instrumentencontainer kostenlos im Wert von € 1.500,- zur Verfügung gestellt. Die bisherigen waren durch den dauernden Gebrauch kaputt geworden. Der Firma MOSITECH dafür allerherzlichsten Dank.


DER LETZTE EINSATZ WAR VOM 23.11. BIS 01.12.2019

Das Team bestand aus folgenden Personen: Dr. Marcus Riccabona, Linz, Dr. Tanja Becker Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, Linz, Dr. Regina Stredele, LMU München, Dr. Ludwig Neuner, Krankenhaus Freistadt, Dr. Ricarda Günther, LMU München,  Dr. Patrick Rein, Feldkirch , CM Lukas Weidinger, Linz, Sandra Mair, Linz, Doris Kalchmair, Linz, Helga Ruprecht, Klaus und Dr. Fried Mittendorfer, Klaus.

Wir fahren am Samstag um 18 Uhr in Linz mit einem Bus der Firma Heuberger nach Wien, wo wir das zweite Mal mit „Ethiopian Airlines“ fliegen. Es wird rasch eingecheckt und wir bekommen für 8 Teammitglieder ein Upgrade im Business Abteil, was sehr angenehm ist und die restlichen 3 Mitglieder erhalten fußfreie Sitzplätze, als Entschädigung für den abgesagten Weiterflug von Addis Abeba nach Asmara beim letzten Einsatz. Dieser wurde später durchgeführt und unsere Kinder mussten 1 Tag auf uns warten. Ricarda und Regina fliegen aus München Patrick aus Zürich an, sodass wir alle gemeinsam ab Wien reisen können. Der Weiterflug nach Asmara funktioniert klaglos und wir werden dort von 2 neuen eritreischen Fahrern abgeholt und unsere Kisten und Gepäckstücke in den Bus verladen und zum Hotel „Sunshine“ gebracht. Nach dem Einchecken und kurzem Frischmachen geht es in das „IOCCA“ zum Screening, das ein Teil der Mannschaft durchführt, während der andere Teil die mitgebrachten Versorgungskisten ausräumt und verstaut und die OP-Plätze für den morgigen ersten OP-Tag einrichtet. Wir werden bereits von den Kindern und den Eltern und der einheimischen Mannschaft sehnsüchtig erwartet und wir begutachten insgesamt 47 Kinder und planen das OP Programm für die Woche. Um 1840 Uhr verlassen die letzten das Hospital und nach einer kurzen Besprechung geht es in das sehr beliebte „Ghibabo“ Restaurant zum Abendessen. Mit einem Schluck „verordneten“ Zibib (einheimischer Anisschnaps) geht es dann müde, aber glücklich in die Betten.

Der Montag früh lässt Helga, Marcus und Fried wieder läuferisch in Asmara auf der Höhenlage von 2.330 Meter die Laufrunde drehen. Nach dem Frühstück geht es mit dem Bus in das IOCCA, wo 9 Punkte (TIP, BRACKA, Meatotomie, Fistelverschlüsse) operativ versorgt werden und 3 Kinder mit der Steinmaschine behandelt werden. Die Operateure sind bei diesem Einsatz, Markus, Tanja und Regina und bei den Narkosefachärzten ist mit Luki ein sehr erfahrene und „altgediente“ und erstmal ist Riccarda aus München mit dabei. Unterstützung gibt es von einheimischen Chirurgen Dr. Medhaine und in der Ambulanz von Dr. Nardos und narkosemäßig unterstützen uns Szegei und zwei junge NarkosepflegerInnen, die recht ambitioniert mitarbeiten. Unsere beiden Schwestern Sandra und Doris - sehr erfahrene und großartige Menschen - machen die tägliche Visite und die Pflege und Versorgung unserer frischoperierten Patienten, die auf „Ward F“ im sogenannten „Chinesenspital“ untergebracht sind. Am Nachmittag begutachten wir gleich 44 Kinder und vergeben noch weitere OP Termine und Kontrollen. Mit dem Vorarlberger Urologen Patrick werden gemeinsam mit Helga im winzigen und lichtlosen Steinraum die Steinpatienten versorgt und hier hilft vor allem der sehr umsichtige einheimische Mr. Kifley tatkräftigst mit, sodass viele Kinder von ihren Steinen befreit werden können. Um 1800 Uhr sind die letzten Teammitglieder fertig und nach der kurzen Abendbesprechung geht es in das wiedereröffnete Pizza-Lokal und die obligate „Zibib“-Runde und müde ab in das Bett.

Am Dienstag läuft mit den Dreien auch noch Lukas, der Medizinstudent und unser Jüngster mit. An diesem Dienstag haben wir 8 OP Punkte (mit TIP, Meatotomien, Vesicotomie, Fistelverschlüsse und BRACKA I) und 4 geplante Steinbehandlungen. Bei der nachmittäglichen Ambulanz sehen wir insgesamt 60 Kinder und um 1830 Uhr verlassen die letzten Teammitglieder das IOCCA. Nach der Dienstbesprechung gehen wir in das sehr gute und uns bestens bekannte Restaurant „Laza“ und dann kurze „Zibib“ Prophylaxe und nach einem anstrengenden Tag bald zu Bett.

Mittwoch gibt es erstmals am Morgen Nebel, der sich erst gegen Ende der morgendliche Laufrunde auflöst und die Sonne freigibt. Die Herausforderung ist immer gegen die vielen unbeleuchteten Fahrräder und Autobusse und vereinzelten Pferdewägen zu laufen, die uns naturgemäß nur sehr spät ausnehmen. Nach dem Frühstück geht es mit dem Bus in das „IOCCA“ wo wird wieder ein sehr großes OP-Programm mit 8 Punkten (TIP, Fistelverschlüsse, BRACKA I, Ureterotomie) abarbeiten. Zwischendurch treffen sich Markus und Fried zu einer kurzen Besprechung mit dem Ärztlichen Direktor Dr. Habteab. Ab 13 Uhr macht Marcus mit Fried Ambulanz der 20 einbestellten Kinder und begutachten weitere 51 Kinder. Um 18 Uhr verlassen die letzten Teammitglieder müde aber froh das Krankenhaus. Teambesprechung und ein vorzügliches Abendessen mit Lasagne und Pizza und Fisch in unserem Hotel „Sunshine“. Nach kurzem Zusammensitzen ab ins Bett.

Der Donnerstag beginnt wieder mit der obligaten Laufrunde und um 0730 Uhr Abfahrt ins „IOCCA“,. Es steht ein langes OP-Programm mit 8 Punkten (Ureterotomie, TIP, Orchidopexien, Vesicotomie-verschluß, Meatotomien) und 5 Steinkinder. Zu Mittag haben wir eine kurze aber sehr informatives Treffen mit dem Ärztlichen Leiter Dr. Habteab, wo er uns vor allem über die aktuelle Situation in Eritrea erzählt und nicht verhehlt, dass die Menschen nach dem Friedensschluss vor fast 2 Jahren mit Äthiopien auf eine merkliche Verbesserungen und Änderungen warten und hoffen. Die Schwestern gehen gemeinsam mit Tanja zur Visite unserer Kinder und ab Mittag begutachten wir dann noch 28 Kinder ambulant. Nach der Abendbesprechung geht es nochmals in das schon bekannte Restaurant „Laza“ und dann nach einem kurzen Zusammensitzen ins Bett.

Am Freitag frühmorgens gibt sich die Läufergruppe wieder dem Laufen hin und nach dem Frühstück bringt uns der neue Fahrer John in das IOCCA, wo wieder ein entsprechendes OP-Programm wartet, so sind BRACKA, Meatotomie, Cystoskopien Fistelverschlüsse, TIPS geplant und 4 ESWL in Narkose, Tanja geht Visite und am Nachmittag sind wir bei den Einheimischen zur traditionellen „Coffee-Ceremonie“ eingeladen. Marcus bedankt sich kurz, aber sehr herzlich für die Arbeit diese Woche beim gesamten Team, sowohl bei den einheimischen Menschen, als auch bei unserem Team. Zwischendurch wird die Inventur gemacht, um beim nächsten Einsatz die entsprechenden Güter wieder mitzubringen. Die letzten Teammitglieder verlassen um 17 Uhr die Klinik. Nach einer kurzen Dienstbesprechung im Hotel gehen wir in das schon bekannte Restaurant „Ghibabo“, wo wir dazu den neuen deutschen Botschafter und seine Kanzlerin eingeladen haben, um aus ihrer Sicht Details über die derzeitige Situation zu bekommen. Nach einem kurzen Zusammensitzen folgt eine erholsame Nacht.

Am Samstag früh wieder die übliche Laufrunde nur mit Helga und Fried, wobei wir offensichtlich den „Wasserversorgungstag“ wähnen, weil uns viele Eselgespanne mit den typischen großen blauen Wasserboxen auf den kleinen Wägelchen entgegenkommen. Dann bringt uns John wieder in das IOCCA, wo unsere Patienten zur weiteren Versorgung mit einer Entlassungs- und Versorgungs-Liste an die heimischen Ärzte übergeben werden und wir begutachten noch 4 Steinpatienten. Um 1000 Uhr machen wir einen kurzen Ausflug mit John in das 20 km über eine sehr bergige Hügelstraße in den Nachbar Nefasit fahren, wo wir einen kurzen aber schönen Eindruck vom „Land-Leben“ bekommen. Nach der Rückkehr wird der Koffer gepackt und im Hotel ausgecheckt und um 1530 Uhr holt uns John für die Fahrt zum Flughafen. Unsere Maschine verlässt um 1810 Uhr eritreischen Boden und via Addis Abeba nach Wien, das wir um 0530 Uhr erreichen. Dann geht es mit dem Bus der Firma Heuberger, der uns wohlbehalten nach Linz bringt. Hier wird Abschied genommen und nochmals Dank gesagt für den tollen Einsatz. Zu großem Dank verpflichtet sind wir Tanja Becker, Regina Stredele aus München, Chef und Freund Marcus Riccabona, als den großartig operierenden Ärzten. Lukas Weidinger, dem sehr liebenswerten und stets hilfsbereiten und jungen angehenden Arzt, der einen tollen Job machte. Die beiden Narkosefachärzte Ludwig Neuner und die erstmals mit an Board Riccarda Günther aus Rosenheim sind für ihren menschlichen und umsichtigen Einsatz hervorzuheben. Patrick Rein aus Feldkirch als Urologe und Steinfachmann und großartiger Mensch macht gemeinsam mit Helga Ruprecht, die ihm engagiert und umsichtig zur Hand geht, eine unvergleichliche Arbeit im kleinen lichtlosen „Steinkammerl“. Die beiden Schwestern Sandra Mair und Doris Kalchmair kümmern sich um die Pflege und Versorgung unserer Kinder in einer sehr liebevollen und hingebungsvollen Art und Weise, die glücklich macht. Fried Mittendorfer sorgt sich als „Mädchen für Alles“ und springt überall ein, wo Not am Mann/Frau ist.

In Summe haben wir in dieser Woche in 42 operativ versorgt und 18 Steinbehandlungen (also insgesamt 60 Kinder in 3 Operationssälen) getan und insgesamt begutachten wir 240 ambulante kleine Patienten.

Wir kehren glücklich und mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen zu unseren Familien zurück und freuen uns bereits auf den nächsten Einsatz im April 2020 in Eritrea, um wieder vielen eritreischen Kindern Hilfe angedeihen lassen zu können.




Notebook-PC von Hewlett&Packard (HP) - DANKE

Am 04. April 2019 durften wir aus den Händen von Dipl.-Ing. Rudolf Gruber von der Fachfirma HP ein neues Notebook-PC (EliteBook 1040 G4) als Dauerleihgabe für unsere Einsätze in Eritrea übernehmen und sind dafür sehr dankbar, weil unser aktueller PC schon "altersschwach" geworden war. Herzlichen Dank dafür!

 


 

 



DER LETZTE EINSATZ WAR VOM 28.04. - 05.05.2019

Das Team bestand aus folgenden Personen: Dr. Marcus Riccabona, Prof. Dr. Piet Hoebeke, Universitätsklinik Gent, Dr. Regina Stredele, Med. Uni München, Dr. Hans Blasl,  Dr. Franz Hornath, Dr. Christian Türk, Cand. med. Alexander Storch, Erika Pühringer, Angela Hüttenberger, Helga Ruprecht und Dr. Fried Mittendorfer.

Dieses Mal fahren wir am Samstag erst um 18 Uhr in Linz mit einem Bus der Firma Heuberger nach Wien, wo wir erstmals mit „Ethiopian Airlines“ fliegen. Wir werden sehr rasch eingecheckt und erfahren dann später am Gate, dass der geplante morgendliche Weiterflug von Addis Ababa nach Asmara gecancelt wurde und wir erst mit der Nachmittagsmaschine fliegen werden. Nach Protesten mit mühsamer Informationsbeschaffung müssen wir dies jedoch akzeptieren und werden nach einer kurzen Einreiseprozedur in Addis Ababa mit eigenem Hotelbus in ein Hotel gebracht. Da gibt es ein kleines Frühstück und 2 Stunden Bettruhe und einen gemeinsamen Lunch bevor es wieder zum Airport zum Weiterflug nach Asmara geht. Zwischenzeitlich versuchen wir mehrmals leider vergeblich die eritreischen Kollegen zu erreichen, aber auf Grund der Osterfeierlichkeiten, ist dies kaum möglich und die geplanten Kinder zum Screening müssen nach langer Wartezeit leider wieder nach Hause gehen. Der Flug nach Asmara ist ohne Probleme und um 17 Uhr betreten wir eritreischen Boden, wo uns nach der relativ raschen Einreiseformalität bereits unser lieber Freund und Fahrer Adem in Empfang nimmt und die insgesamt 21 Kisten, Schachteln und Koffer mit einem Gesamtgewicht von 420 Kg in seinen Bus schlichtet und dazu auch noch die gesamte Mannschaft. Im Hotel „Sunshine“ Zimmerbezug und nach einer kurzen Erfrischung findet die erste Teambesprechung für das geänderten Vorgehen am ersten Arbeitstag und der gesamten Einsatzwoche statt. Anschließend gemeinsames Abendessen im neuen tollen italienisch-stämmigen Restaurant „Gibhaba“ und noch der übliche gemeinsame „Zibib“-Umtrunk und dann ab ins Bett. 

Am Montag früh laufen Helga, Marcus, Hans, Alexander und Fried um 06 Uhr in den beginnenden Morgen und dann gemeinsames Frühstück. Um 0730 Uhr holt uns Adem ab und bringt uns in das „IOCCA“, wo wir bereits freudig erwartet werden. Es werden die Kisten abgetragen und von einem Teil der Mannschaft ausgepackt und verstaut. Der andere Teil der Mannschaft macht das gemeinsame Screening, bei dem wir insgesamt 66 Kinder sehen und das OP-Programm, das um 12 Uhr beginnt, mit insgesamt 6 Punkten und 18 Steinkinder zum Untersuchen planen (Meatomien, Fistelverschlüsse, TIP). Um 1815 Uhr verlassen die letzten Teammitglieder das Haus. Piet Hoebeke kommt zu unserer großen Freude bereits um 12 Uhr von einem Kongress früher an und operiert gleich im OP II. Nach der Dienstbesprechung gehen wir in das sehr gute und uns bestens bekannte Restaurant „Laza“ und dann kurze „Zibib“ Prophylaxe und nach einem starken Tag bald zu Bett.

Der Dienstag lässt die Läufer wieder in den beginnenden Morgen der Hauptstadt laufen und im „IOCCA“ wird dann wieder ein sehr ambitioniertes OP-Programm mit 8 Punkten (Blasenextrophie, TIP, BRACKA und Orchidopexie) in 2 OP-Einheiten und noch 5 Steinbehandlungen im „Steinkammerl“, davon 3 in Narkose, die anderen ohne Narkose, durchgeführt. Nach der Visite der operierten Kinder im „Chinesenspital“ durch Piet Hoebecke startet das OP Programm im OP II. Zwischendurch machen wir eine kurze Besprechung mit dem Ärztlichen Direktor Dr. Habteab. Dabei geht es um die gehabten Probleme beim Screening. Ab 13 Uhr macht Marcus mit Fried Ambulanz der 50 einbestellten Kinder und begutachten sie. Um 18 Uhr verlassen die letzten Teammitglieder müde aber froh das Krankenhaus. Teambesprechung und ein vorzügliches Abendessen mit Lasagne und Pizza und Fisch in unserem Hotel „Sunshine“. Nach einem noch kurzem Zusammensitzen ab ins Bett. 

Der Mittwoch bringt die morgendlichen Läufer wieder auf die Straßen der Innenstadt und am Präsidentenpalast vorbei, wobei das Handicap die vielen heranbrausenden Fahrradfahrer sind und etliche stark rauchende (Öl-Benzingemisch!) Autos sind. Das OP Programm sieht 10 Punkte (TIP, BRACKA, Orchidopexie, Meatotomie, Nesbit) vor und außerdem werden noch 5 ESWL-Steinbehandlungen, davon 3 in Narkose, durchgeführt. 30 Patienten begutachten wir am Nachmittag, davon auch einige unserer „Linz“-Kinder. Dienstschluss für die letzten Teammitglieder ist 18 Uhr. Dienstbesprechung und gemeinsames Abendessen im neuen schon besuchten „Gibhaba“ Restaurant, wo wir im Außenbereich sitzen können. Hans bringt dann noch als Überraschung eine von seiner Gattin hervorragend gebackene und köstlich schmeckende Linzertorte mit und dazu den obligaten „Zibib“ und dann in das Bett. 

Der Donnerstag beginnt wieder mit der obligaten Laufrunde und um 0730 Uhr Abfahrt ins „IOCCA“, wo ein sehr dichtes OP-Programm wartet. Es steht ein anspruchsvolles und langes OP-Programm mit 10 Punkten (BRACKA, TIP, Orchidopexien, NESBIT, Meatotomien und eine DJ-Entfernung, die sich als Problem erweist, weil seit 1 Jahr liegend und inkrustiert und nicht zu entfernen ist. Dieser Patient muss daher in das morgige Programm eingeschoben werden dafür müssen leider 2 geplante OP auf Dezember 2019 verschoben werden. Leider beendet dann ein ungeplanter zweistündiger Stromausfall – angeblich fehlte der Diesel für das Krankenhaus-eigene Aggregat! So konnten gerade noch 2 Operationen mit Handscheinwerfer beendet werden und ab 1400 Uhr wurde der OP-Betrieb ganz eingestellt. Ambulant haben wir noch 30 Kinder begutachtet. Ein kurzer aber heftiger Regenguss erfrischt die Stadt und seufzt reinigend durch die Straßen der Hauptstadt. Die letzten Teammitglieder verlassen etwas früher um 1700 Uhr die Klinik. Am Abend gibt es ein Essen mit dem deutschen Botschafter und der Stellvertreterin über Vermittlung unseres Freundes Hartmut Lobeck und seiner Gattin, wo recht guter Fisch serviert wird. Dann Dienstbesprechung und der übliche Abendschluck „Zibib“.

Am Freitag frühmorgens gibt sich die Läufergruppe wieder dem Laufen hin und nach dem Frühstück bringt uns Adem in das IOCCA, wo wieder ein sehr anspruchsvolles OP-Programm wartet, so sind BRACKA, Meatotomie, Fistelverschlüsse, TIPS geplant und 8 ESWL, davon 5 in Narkose, geplant. Marcus geht Visite und am Nachmittag begutachten wir außer Programm nochmals 10 Patienten und dann werden bereits Inventurarbeiten für den nächsten Einsatz im Herbst vorgenommen. Die letzten Teammitglieder verlassen um 18 Uhr die Klinik. Es folgt eine kurze Dienstbesprechung und Adem holt uns dann für eine Einladung von Dr. Habteab in das Hotel „Asmara Palace“ ein, wo er sich für die Arbeit bedankt. Leider haben dann einige KollegInnen in der Nacht und dem folgenden Tag kleinere oder größere Magen-Darmprobleme. Nach einem kurzen Zusammensitzen folgt eine erholsame Nacht.

Am Samstag früh wieder die übliche Laufrunde und dann bringt uns Adem wieder in das IOCCA, wo unsere Patienten zu weiteren Versorgung mit einer Discharge-Liste an die heimischen Ärzte übergeben werden und um 1030 Uhr sind wird zur schon traditionellen Coffee-Zeremonie der Einheimischen  eingeladen, bei dem Marcus den allen Teilnehmern herzlich dankt. Nach der Rückkehr wird der Koffer gepackt und im Hotel ausgecheckt und es verbleiben noch 2 Stunden für einen Gang zum Markt und um 1530 Uhr holt uns Adem für die Fahrt zum Flughafen. Hier werden leider einige Gepäckstücke irrtümlich mit München beklebt. Unsere Maschine verlässt um 1830 Uhr eritreischen Boden und via Addis Abeba – wo wir uns von Piet herzlich verbschieden, er fliegt nach Brüssel weiter – nach Wien, das wir um 0600 Uhr erreichen. Hier fehlen dann leider 2 Koffer, wir machen eine zeitraubende Verlustanzeige und fahren dann verspätet mit dem Bus der Firma Heuberger, der uns wohlbehalten nach Linz bringt. Hier wird Abschied genommen und nochmals Dank gesagt für den tollen Einsatz. Zu großem Dank verpflichtet sind wir Piet Hoebeke aus Gent, Regina Stredele aus München, Chef und Freund Marcus, den großartig operierenden Ärzten. Alexander der liebenswerte und stets hilfsbereite und sehr aufmerksame junge angehende Arzt macht einen tollten Job. Die beiden Narkosefachärzte Hans und Franz sind für ihren menschlichen und umsichtigen Einsatz hervorzuheben. Christian als Urologe und Steinfachmann macht gemeinsam mit Helga, die ihm engagiert und umsichtig zur Hand geht, eine unvergleichliche Arbeit. Die beiden Schwestern Erika und Angela kümmerten sich um die Pflege und Versorgung unserer Kinder in einer unnachahmlichen liebevollen und hingebungsvollen Art und Weise, die glücklich macht. Fried sorgt sich als „Mädchen für Alles und Überhaupt“ und springt überall ein, wo Not am Mann/Frau war.

In Summe haben wir in dieser verkürzten Woche in Summe 43 operativ in 5 Tagen versorgt und 28 Steinbehandlungen (also insgesamt 71 Kinder in 3 Operationsälen) und insgesamt begutachten wir 205 ambulante kleine Patienten. Wir kehren dankbar und glücklich zu unseren Familien zurück und freuen uns bereits auf den nächsten Einsatz im Dezember 2019 in Eritrea um wieder „unseren eritreischen Kinder“  helfen zu dürfen.




NEUE BEKLEIDUNG von der HYPO BANK OÖ

Wir bedanken uns bei der HYPO BANK Oberösterreich für das Sponsering von neuen Poloshirts und Softshell-Jacken, da unsere alte Bekleidung schon aufgebraucht war. Die Übergabe fand am 13. Feber 2019 durch Herrn Generaldirektor Dr. Andreas Mitterlehner in der HYPO Bank OÖ in Linz statt. Wir bedanken uns sehr herzlich für diese großzügige Unterstützung.



 

REINERLÖS 400 JAHRE BERGKIRCHE KLAUS

Aus unserer Veranstaltungsreihe aus Anlass des 400 Jahre Jubiläums BERGKIRCHE KLAUS an der Pyhrnbahn  haben wir von 7 Veranstaltungen in Summe € 1.711,-- als Reinerlös bekommen. Herzlichen Dank.