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Projekt & Ziel

Das "Kinderurologische Team Austria für Eritrea" ist ein internationales Hilfsprojekt unter der Leitung von Prim Doz. Dr. M. Riccabona (Leiter der Kinderurologischen Abteilung am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz), initiiert 2005 von Rotary Club Linz-Altstadt und dem Hammer Forum e.V., heute ermöglicht durch breite Unterstützung und Förderung verschiedener Rotary Clubs, der Pharmaindustrie und durch Spenden aus der Bevölkerung und dem Freundeskreis.

Einsätze:
- Oktober 2005
- Mai 2006
- Oktober 2006
- März 2007
- Oktober 2007
- März 2008
- Oktober 2008
- April 2009
- Oktober 2009
- März 2010
- Oktober 2010
- März 2011
- Oktober 2011
- März 2012
- Oktober 2012

Wo:
Operiert wird im Internationalen Operationszentrum für Kinder in Asmara, Eritrea (eröffnet vom Hammer Forum 2002). Hier operieren Spezialistenteams (Allgemeinchirurgen, Orthopäden, Neurochirurgen, Herzchirurgen etc.) aus allen Teilen Europas.

Aufgaben:
Haupttätigkeit ist die operative Versorgung von Verletzungen und angeborenen Fehlbildungen im Urogenitaltrakt. Die Kinder haben meist Probleme mit dem Harnhalten, das geht bis zum ungehinderten Harnverlust durch offenliegende Blasebei Kindern mangelhaftem Bauchwandverschluß. Diese nassen und äußerst unangenehm riechenden Kinder haben keine Zukunft in Eritrea, denn wer stinkt, ist vom Schulbesuch ausgeschlossen. Das bedeutet in der Folge, keine Chance der Weiterbildung zu haben, kein normales Sozial- und Beziehungsleben führen zu können - ein Dahinvegetieren am Rande der Gesellschaft ist vorprogrammiert.

Zielsetzungen:
Zu unterscheiden ist zwischen unmittelbarer Machbarkeit und langfristiger Projektierung.
Primär sind operativ und konservativ Kinder mit Missbildungen und Verletzungen im Urogenitaltrakt zu versorgen. Wesentlich vor Ort ist die Ausbildung des OP-Pflegepersonals (Anästhesietechniken, OP-Assistenz) und die Schulung des Personals und der Eltern auf der Kinderstation zur Verbesserung der postoperativen Pflege (Hygiene, Wundpflege, Verbände). Exakte EDV-Dokumentation (dazu wurde ein eigenes Programm für Operationen, Verlauf, Nachversorgung und Logistik entwickelt) liefert die Daten für Einsatzplanung und Ergebniskontrolle.

Langfristig geplant ist eine kinderchirurgische Station für Frischoperierte, denn derzeit liegen alle Kinder irgendwo verstreut in der Spitalsbaracke - die neue Station soll die optimale chirurgische Nachbetreuung garantieren. Für die Einsätze des kommenden Jahres sind die Schaffung von Übernachtungs-, Koch und Waschmöglichkeiten für die die Kinder betreuenden Eltern vorgesehen, derzeit ist es ja so, dass die Eltern für die Kinder die Ernährung sicherstellen müssen, die Bettwäsche waschen und die Kinder pflegen müssen; z.T. schlafen dann die Eltern in der Nacht im Bett des Kindes.
Zwei Einsätze pro Jahr von je einer Woche Dauer sind weiterhin vorgesehen, darüber hinaus bleibt ein Arzt solange in Asmara zur kompetenten Nachversorgung zurück, bis alle Kinder aus dem Spital entlassen sind. Unsere Arbeit ist vielleicht nur ein Tropfen auf dem berühmten heißen Stein, aber jedes erfolgreich behandelte Kind ist ein Sieg über die Armut.

Weitere Informationen finden sie in den jeweiligen Tätigkeitsberichten zu den einzelnen Projektwochen.