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Asmara & Eritrea

Lage:
Nord-Ost-Afrika, am Roten Meer (1000 km Küstenlinie) gelegen; angrenzend an Äthiopien, Djibouti und Sudan.

Fläche:
121.144 km2 (Größe von Österreich und Schweiz)

Einwohner:
Rund 4,3 Millionen

BIP/Einwohner: 132 US-Dollar
Ärztedichte: 160 Ärzte in ganz Eritrea (1 Urologe); fünftletzte Stelle in Afrika

Todesursache bei Kindern: an vorderster Stelle erworbene Infektionen der Atemwege, gefolgt von Anämie und Mangelernährung, Durchfalls- & septischen Erkrankungen und Frühgeborenensterblichkeit durch mangelndes Geburtsgewicht. AIDS an sechster Stelle.

Kindersterblichkeitsrate:
<5 Jahre: 93/1000, >5 Jahre: 48/1000

Müttersterblichkeit: 10/1000

Hauptstadt:
Asmara (~ 400.000 Einwohner), erbaut im italienschen Stil der 30er Jahre

Religionen:
50% Christen verschiedenster Konfessionen, 50% Muslime (Sunniten)

Amts- und Verkehrssprachen:
Tigrinya, daneben Englisch und Arabisch

Lebenserwartung: 56 Jahre

Analphabetenrate: Männer 33%, Frauen 55%

Wirtschaft:
Agrarland, jedoch stark von ausländischer Hilfe abhängig (unter den zehn ärmsten Ländern der Welt)

Geschichte:
seit alters her an einer wesentlichen Nord-Süd/West-Ost-Verbindung gelegen, etruskische Funde aus 600 v. Chr.. Kauf der Bucht von Assab 1869 durch italienische Entdecker, Beginn des Staates Eritrea mit dem italienischen Dekret vom 1. Jänner 1890. Übernahme Eritreas am 1. April 1941 durch die Engländer nach dem Sieg über die Italiener in Asmara. Das Gebiet wurde unter die britische Militärverwaltung gestellt, und 1947 nach der formellen Aufgabe Eritreas durch Italien britisches Mandatsgebiet. 1952 Übergabe Eritreas in die Obhut der Vereinten Nationen, unter unilateraler Zugrundelegung einer Föderation mit Äthiopien. Nachdem der äthiopische Kaiser Haile Selassie die politischen Rechte der eritreischen Bevölkerung von 1952 bis 1961 systematisch ausgehöhlt und anschließend 1961 nach der Auflösung des eritreischen Parlaments Eritrea annektiert hatte, griffen eritreische Separatisten zu den Waffen. Die Unabhängigkeitsbewegungen erhielten in den 1960ern und den darauffolgenden Jahren großen Zulauf.

Nach dem dreißigjährigen Unabhängigkeitskrieg, der erst 1991 mit dem Sieg der Eritrean People's Liberation Front (EPLF) und verschiedener äthiopischer Widerstandsgruppierungen über die Zentralregierung Äthiopiens endete, folgte die Unabhängigkeit Eritreas am 24. Mai 1993, dieser Tag ist der Nationalfeiertag Eritreas.

1998 brach ein Grenzkrieg mit Äthiopien aus, der in einer Patt-Situation endete. Seitdem ist die UN-Beobachtermission UNMEE in der Grenzregion stationiert, um den rechtmäßigen Grenzverlauf zu markieren.

Politik:
Die Politik Eritreas wird durch die People's Front for Democracy and Justice (PFDJ) dominiert. Die PFDJ, die aus der einstmaligen Kriegspartei Eritrean People's Liberation Front (EPLF) hervorgegangen ist, nimmt mit ihrem Parteivorsitzenden Isayas Afewerki auch gleichzeitig den Posten des Staatspräsidenten und Regierungschefs in Anspruch.

Religion:
Die Bevölkerung Eritreas teilt sich offiziell zu fast gleichen Teilen in rund 50 % Muslime (Sunniten) und ebenfalls 50 % Christen (v.a. Kopten, Protestanten, Katholiken, Orthodoxe). Daneben bestehen noch einige kleine einheimische Naturreligionen. Trotz der sehr unterschiedlichen Anschauungen und des daraus resultierenden Konfliktpotenzials bildet die Bevölkerung eine nationale Einheit. Die christliche Bevölkerung hat sich vorwiegend in der Hochebene um Asmara und die muslimischen Teile der Bevölkerung hauptsächlich im Tiefland und in Küstennähe angesiedelt.

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