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Was bisher geschah

 12 Einsätze seit 2005    
 Operierte Kinder: 485
 Untersuchte/ behandelte Kinder: 1511
 Kinder in Linz zur Operation: 25;
 zusätzlich je 1 Erwachsener in Linz und in Innsbruck

 

Termine 2011

 Datum     Aktion
 11. - 18. März 2011     12. Einsatzwoche in Asmara
 14. - 21. Oktober 2011     13. Einsatzwoche in Asmara

Bericht Einsatz 12, 11.-18. März 2011


52 Kinder wurden operiert
210 Kinder untersucht bzw. behandelt
4 Kinder wurden zur Operation nach Linz gebracht

Team:

Kinderurologie: Prim. Doz. Dr. Marcus Riccabona1, Doz. Dr. Josef Oswald3, OÄ Dr. Tanja Becker1 ;
Narkose: OA Dr. Ludwig Neuer2, OA Dr. Franz Hornath4
Assistenzen: Dr. Lisa Wagenhuber1, Dr. Matthias Ullner1, OMR Dr. Walter Ullner
Schwestern: DKKS Bettina Kellerer-Pirklbauer1, DKKS Claudia Ehgartner1, DKKS Annemarie Laher1 ,
DGKS Ulrike Amon2 ; DGKS Ingrid Locker3, Brigitte Ullner
Röntgentechnik: Ing. Roland Maldoner-Jäger3
1 KH Barmherzige Schwestern Linz
2 AKH Linz
3 Universitätsklinik Innsbruck
4 Landesfrauen- und Kinderklinik Linz

Nach – trotz großen Übergepäcks – wie immer problemlosen Flug mit Lufthansa und einer kurzen Nachtruhe begann am Samstag der erste Arbeitstag im „IOCCA“ – im "Internationalen Operation Center for Children in Asmara“. Unfreundliches und so gar nicht „afrikanisches“ Wetter sollte uns die ganze Woche begleiten.
Mit im Team war Klaus Stecher vom ORF Oberösterreich, der sich über unsere Arbeit vor Ort informierte und eine Sendung darüber gestaltete.

Das Team hat sich um einen Röntgentechniker und eine Instrumentarin vergrößert, da „extracorporale Steinchirurgie“ aufgrund der vielen vom Steinleiden betroffenen Kinder Thema wurde.

Von den einheimischen Mitarbeitern freudig und herzlich begrüßt stellten wir fest, dass uns an die einhundert Familien mit ihren Kindern erwarteten (weitere hundert sollten dann noch im Laufe der Woche folgen).
Wie immer war es für Kinderurologen und Anästhesisten nicht leicht und teils bis zur Belastbarkeitsgrenze gehend, ohne hochtechnische europäische Medizin in kurzer Zeit klinisch zu entscheiden, welches Kind im Rahmen des diesmaligen Aufenthaltes operiert werden kann und muss. Die anderen Möglichkeiten der Behandlung sind Zuwarten oder das Kind auf Grund der Schwere der Erkrankung nach Linz bringen.

Bei unserer Ankunft war der Container mit unseren Hilfsgütern noch nicht angekommen, was für die ersten Tage umfangreiche Improvisation bedeutete, nach 3 Tagen lief aber dann alles wieder wie gewohnt.

Ein wesentlicher Punkt unserer Tätigkeit vor Ort ist die Nachhaltigkeit sowohl in der Fortbildung der einheimischen Mitarbeiter als auch hinsichtlich der medizinischen Versorgung der operierten Kinder, so dass neben der medizinischen "Routinearbeit" auch diesem Punkt Rechnung zu tragen ist; das bedeutet für unsere Anästhesisten individuelle Schulung nicht nur der Mitarbeiter im IOCCA, sondern auch von Medizinstudenten und "nurse anesthetists".

Dr. Kibreab, ein junger einheimischer Arzt in Ausbildung zum Kinderchirurgen, der nach Ende seiner Facharztausbildung den Bereich "Kinderchirurgie" im Orotta Hospital übernehmen soll, konnte wiederum in dieser Woche bei kinderurologischen Eingriffen assistieren und unter Anleitung von Dr. Riccabona einfachere Operationen selbst durchführen.
Verbessert wurde die Betreuung der operierten Kinder. Drei Kinderkrankenschwestern sind mittlerweile Teil des Teams, um die Pflege nach der Operation durchzuführen und die Eltern auch entsprechend zu schulen; da es auf der Station keine Pflegeleistungen durch einheimisches Personal wie in westlichen Krankenhäusern gibt, müssen die Eltern die Kinder pflegen, verbinden, waschen, für deren Ernährung sorgen und auch die Bettwäsche zur Verfügung stellen.

Seit Beginn unserer Arbeit in Eritrea stellen wir daher jedem operierten Kind in altersorientiert sortierten Paketen die notwendigen Utensilien (Hygieneartikel, Einmalwindeln und Betteinlagen, Körperpflegemittel, Textilwaschmittel, Pyjamas und Kleidung, dazu Spielsachen, Schreib- und Malunterlagen) zur Verfügung. Dazu erhalten die Eltern auch eine bebilderte, in Englisch und Tigrinnisch gehaltene Pflegeanleitung für die verschiedenen Operationen.

Voll bewährt hat sich unser System der Krankenverlauf- und Befunddokumentation mit EDV und dem Optiplan System, so dass dieses jetzt auch von den anderen vor Ort tätigen Teams übernommen wird.

Vorgemerkt zur Operation im Herbst 2011 sind jetzt schon 80 Kinder, 70 Kinder sind zur Kontrolle vorgesehen für 20 Kinder sind wiederum spezifische Medikamente mitzunehmen.

3 Kinder mit höchst komplizierten Steinerkrankungen flogen mit dem Team nach Linz, im Juni kam der nächste Bub nach Linz.

Auch diesmal blieb Dr. Walter Ullner nach dieser Einsatzwoche solange in Asmara zurück, bis auch das letzte Kind aus der stationären Pflege entlassen werden konnte.

Bericht Einsatz 13, Oktober 2011

Team:

Kinderurologie: Prim. Doz. Dr. Marcus Riccabona1 Dr. Mark Koen1, Prof. Piet Hoebeke5
Narkose: OA Dr. Franz Hornath6
Assistenzen: Dr. Lisa Wagenhuber1, Dr. Matthias Ullner1, OMR Dr. Walter Ullner
Schwestern u Pfleger: DKKS Annemarie Laher1, DKKS Sabine Wewerka1, DGKS Antje Lösch1, Dipl. Pfl. Christoph Macho2, Brigitte Ullner
Ultraschalltechniker: Ing. Helmut Brandl7
1 KH Barmherzige Schwestern Linz
2 AKH Linz
3 Universitätsklinik Innsbruck
5 Universitätsklinik Ziekenuis Gent, Belgien
6 Landesfrauen- und Kinderklinik Linz
7 GE Healthcare

Problemloser Flug über Frankfurt – Jeddah nach Asmara; dank des Entgegenkommens von Lufthansa war wiederum eine kostenlose Beförderung unseres Übergepäcks möglich. Das nach alter italienischer Tradition gebraute „Asmara- Bier“ schmeckte uns im Hotel zur Begrüßung wie immer und nach einer kurzen Nachtruhe begann am Samstag der erste Arbeitstag im „IOCCA“ – im "Internationalen Operation Center for Children in Asmara“.

Von den einheimischen Mitarbeitern freudig und herzlich begrüßt stellten wir fest, dass uns an die einhundert Familien mit ihren Kindern erwarteten (weitere zweihundert sollten dann in den weiteren Wochen noch folgen)

Wie immer war es für Kinderurologen und Anästhesisten nicht leicht und teils bis zur Belastbarkeitsgrenze gehend, ohne hochtechnische europäische Medizin in kurzer Zeit klinisch zu entscheiden, welches Kind im Rahmen des diesmaligen Aufenthaltes operiert werden kann und muss. Die anderen Möglichkeiten sind ja nur Zuwarten oder das Kind auf Grund der Schwere der Erkrankung nach Linz bringen.

Die Container mit unseren Hilfsgütern – sie sind ja monatelang unterwegs – waren zu jedem Einsatz glücklicherweise schon vor Ort (denn: „Was Du nicht mit hast, kannst Du vor Ort nicht besorgen“), sodass es unserer Ausrüstung keine Probleme gab, und auch all die mitgebrachten Care Pakete konnten im Laufe der Woche dann ihrer vorgesehen Bestimmung zugeführt werden.


Ein wesentlicher Punkt unserer Tätigkeit vor Ort ist die Nachhaltigkeit, sowohl in der Fortbildung der einheimischen Mitarbeiter als auch hinsichtlich der medizinischen Versorgung der operierten Kinder, so dass neben der medizinischen "Routinearbeit" auch diesem Punkt Rechnung zu tragen ist; das bedeutet für unsere Anästhesisten individuelle Schulung nicht nur der Mitarbeitern im IOCCA, sondern auch von Medizinstudenten und "nurse anesthetists".

Es wurde im Herbst mit Dr. Josef ein neuer einheimischer Chirurg von Dr. Riccabona in Schulung genommen wurde.

Narkosemäßig, labortechnisch und in der instrumentellen Ausstattung sind wir ja schon seit 2 Jahren auf internationalem Niveau, hinzugekommen ist jetzt ein mobiles Röntgengerät der Fa. Siemens.


Weiter verbessert wurde auch die Betreuung der operierten Kinder. Drei Kinderkrankenschwestern sind mittlerweile Teil des Teams, um die Pflege nach der Operation durchzuführen und die Eltern auch entsprechend zu schulen; da es auf der Station keine Pflegeleistungen durch einheimisches Personal wie in westlichen Krankenhäusern gibt, müssen die Eltern die Kinder pflegen, verbinden, waschen, für deren Ernährung sorgen und auch die Bettwäsche zur Verfügung stellen.


Seit Beginn unserer Arbeit in Eritrea stellen wir daher jedem operierten Kind in altersorientiert sortierten Paketen die notwendigen Utensilien (Hygieneartikel, Einmalwindeln und Betteinlagen, Körperpflegemittel, Textilwaschmittel, Pyjamas und Kleidung, dazu Spielsachen, Schreib- und Malunterlagen) zur Verfügung. Dazu erhalten die Eltern auch eine von unseren Schwestern erstellte, in Englisch und Tigrinnisch gehaltene und bebilderte, Pflegeanleitung für die verschiedenen Operationen.


Drei Kinder mit höchst komplizierten Steinerkrankungen, bei denen eine Operation vor Ort nicht möglich war, flogen mit dem Team jeweils im Frühjahr und im Herbst nach Linz zur Operation.

Wiederum blieb Dr. Walter Ullner nach den Einsatzwochen solange in Asmara zurück, bis auch das letzte Kind aus der stationären Pflege entlassen werden konnte und um die Vorbereitungen für den nächsten Einsatz zu treffen.

Statistik:

56 Kinder wurden operiert
255 Kinder untersucht bzw. behandelt
3 Kinder wurden zur Operation nach Linz mitgenommen
Bisherige Zahlen (13 Einsätze seit 2005):
Operierte Kinder: 539
Untersuchte/ behandelte Kinder: 1766
Kinder in Linz: 28; zusätzlich 2 Erwachsene in Linz und einer in Innsbruck